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Max Bahr: Verhandlungen zur Übernahme der Baumarktkette gehen auf die Zielgerade

Max Bahr LogoDie Verhandlungen über die Übernahme und Fortführung der Baumarktkette Max Bahr gehen weiter voran. Dies teilte Dr. Jens-Sören Schröder, Insolvenzverwalter der 78 Bestandsmärkte von Max Bahr, mit.

Der Gläubigerausschuss hat heute beschlossen, die Schlussverhandlungen mit dem Bieterkonsortium um Hellweg zu führen. Er geht davon aus, einen Vertragsabschluss bis Ende Oktober zu erreichen.

Soweit die offizielle Mitteilung vom Insolvenzverwalter Dr. Jens Schröder.

Die Gläubiger des Hamburger Unternehmens Max Bahr sollen sich am heutigen Donnerstag dafür ausgesprochen haben, mit dem Konsortium um Hellweg und den ehemaligen Max-Bahr-Chef Dirk Möhrle über die Übernahme von 73 Baumärkten zu verhandeln. So sollen es vier Insider der Nachrichtenagentur Reuters mitgeteilt haben. Falls dies zutreffen würde, könnten damit 4000 der rund 7000 Arbeitsplätze bei Max Bahr gerettet werden.

Bis Ende Oktober, so die Planungen, sollen die Verträge unterschriftsreif sein.  Ob es dann wirklich zur Unterschrift kommt, hängt auch davon ab, ob die Finanzierung wirklich zustande kommt.

Angeblich laufen die Verhandlungen des Konsortiums um Dirk Möhrle mit einer Gruppe von Kreditgebern rund um die Commerzbank. Dabei soll es um eine Kreditsumme von 60-65 Millionen Euro gehen.

Der Kaufpreis soll insgesamt über 100 Millionen Euro liegen. Diese Angaben sind jedoch bisher von keiner Seite bestätigt.

Gehen Praktiker Gläubiger leer aus?

Außerdem wurde aktuell bekannt, dass die Gläubiger der ebenfalls insolventen Muttergesellschaft Praktiker AG völlig leer ausgehen sollen.

Praktiker-Insolvenzverwalter Udo Gröner habe Anfang des Monats Masseunzulänglichkeit angezeigt, teilte der Vertreter der Anleihegläubiger, Ingo Scholz, am Donnerstag mit.

Die sogenannte „Insolvenz in der Insolvenz“ bedeutet, dass das restliche Geld allenfalls noch reicht, um die Verfahrenskosten zu decken, aber nicht, um die Forderungen der Gläubiger wenigstens zum Teil zu erfüllen.

Davon betroffen sind vor allem die Zeichner einer 250 Millionen Euro schweren Anleihe, die von Scholz vertreten worden waren. An sie war die Tochter Max Bahr verpfändet.

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