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Max Bahr-Belegschaft hofft auf Globus

Max Bahr LogoDie Übernahme von Max Bahr durch den Dortmunder Konkurrenten Hellweg war erst vor einer Woche gescheitert. Die Abwicklung schien unumgänglich, doch es gibt noch Hoffnung, denn die Gläubiger ließen eine Hintertür offen.

Die Gläubiger von Max Bahr beschlossen am vergangenen Freitag zwar die Abwicklung der 73 verbliebenen Häuser, jedoch sei die Tür für den saarländischen Supermarkt-Konzern Globus weiterhin offen, wenn dieser sich bis Wochenbeginn mit dem Eigentümer der meisten Märkte einigt. Dies verlautete aus informierten Kreisen.

So müssen die Mitarbeiter von Max Bahr wohl noch einige Tage länger um das Überleben der Hamburger Baumarktkette bangen.

Globus verhandele Insidern zufolge aktuell mit der britischen Royal Bank of Scotland (RBS) über den Kauf von rd. 60 Max-Bahr-Standorten, an denen ca. 3000 Menschen arbeiten.

Informierte Personen bemerkten, dass allen Beteiligten klar sei, dass jetzt kurzfristig eine Entscheidung fallen müsse, denn der Abverkauf solle spätestens Mitte der kommenden Woche beginnen, falls sich keine andere Lösung finden sollte.

Nach den gescheiterten Übernahmeverhandlungen von Max Bahr durch den Dortmunder Konkurrenten Hellweg, kam nun erneut Globus ins Spiel, obwohl das Familienunternehmen sich zuvor bei Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder und der RBS eine Absage eingefangen hatte.

Doch nun geht es Verhandlungskreisen zufolge nicht um neue Mietverträge für die Häuser, sondern um einen Verkauf. Globus wolle die Kette unter dem Namen Max Bahr weiterführen.

Die britische Großbank könnte damit Millionenverluste verhindern, die ihr mit den Immobilien drohen. Die Häuser waren der britischen RBS nach der Pleite eines Investmentfonds zugefallen, welcher die Häuser 2007 für fast 800 Millionen Euro gekauft hatte. Der aktuelle Wert liegt bei etwa bei 400 Mio. Euro, also bei der Hälfte.

Von offizieller Seite hat man bisher für die Vorgänge keine Bestätigung erhalten können. Globus-Geschäftsführer Thomas Bruch hatte gestern geäußert, dass er keine Tür gegenüber der RBS zugeschlagen habe. Mehr wollte aber auch er dazu nicht sagen. (Quelle: Handelsblatt online)

Mehr zu dem Thema berichtete Gawina unter: https://www.gawina.de/max-bahr-globus-ist-weiterhin-interessiert schon am 18.November 2013

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