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Kletterpflanzen sorgen für natürlichen Sichtschutz

Meist ist es der Wunsch nach einer gemütlichen Atmosphäre im eigenen Garten, nach einer – vor Blicken des Nachbarn – geschützten Ecke, oder nach grünem Schmuck vor einer tristen Hauswand, für die es sich lohnt, nach Kletterkünstlern Ausschau zu halten.

Die Auswahl an Schling- und Kletterpflanzen in Baumschulen ist groß. Manche Himmelsstürmer wachsen sehr rasch, andere bilden ausgefallene Blüten.

Schling- und Kletterpflanzen geben dem Balkon, der Terrasse, oder dem Garten einen blühenden Rahmen und setzen an Säulen, Fallrohren, Zäunen und Wänden grüne Akzente.

Auch wer keinen Sichtschutz benötigt, der kann Kletterpflanzen als Hingucker pflanzen, denn sie verbessern nicht nur das Wohnumfeld sondern auch die Luftqualität. Platz für die Himmelstürmer ist im kleinsten Garten, denn sie benötigen wenig davon und nach oben ist meist Raum genug.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: Die Vielfalt von Schling- und Kletterpflanzen ist groß. Neben grünblättrigen Arten bilden viele auch aufmerksamkeitsstarke Blüten aus.(Bild: GMH/BdB)

Kletterpflanzen haben verschiedene Techniken ausgebildet, mit denen sie sich ihren Weg nach oben sichern. Es gibt rankende Arten, wie die Waldrebe, kletternde Arten, die sogenannte Haftscheiben ausbilden, wie der Wilde Wein, klimmende Arten wie Kletterrosen oder schlingende Arten, die mit ihren gesamten Sprossen die Kletterhilfe umschlingen, wie das Geißblatt. Die Wahl der Kletterpflanzen sollte daher vom Standort, der Wuchskraft und ihrer Klettertechnik abhängen.

Eine Gemeinschaft von zwei verschiedenen Kletterpflanzen sorgt dafür, dass nicht nur dichter Schutz durch eine flächig wachsenden Pflanze erzielt wird, sondern auch schöne Blüten zu bewundern sind. Beispiele dafür: Wilder Wein und Geißblatt für halbschattige Lagen, in der Sonne Wilder Wein und Kletterrosen, aber auch Blauregen und Trompetenwinde lassen sich hier gut kombinieren. Im Schatten trifft man häufig auf Efeu mit Kletterhortensien oder Pfeifenwinde.

Mit der Idee, einjährige und mehrjährige Kletterpflanzen zu kombinieren, gewährt man den langsamer wachsenden Mehrjährigen die Zeit, sich auszubreiten und erzielt mit den Einjährigen einen raschen Blickfang.

In der Natur suchen sich Kletterkünstler Halt an Baumstämmen und Ästen. Im heimischen Garten können Kletterhilfen dafür sorgen, dass sich die Kletterpflanzen zielgerichtet ausbreiten. Es gibt viele Möglichkeiten. Sie reichen von Zäunen, Ranksystemen aus Holz oder Metall, Obelisken bis hin zu Kletterseilen, natürlichen Flechtzäunen aus Weiden, Gabionen oder Paravents. Und auch für den direkten Einsatz an Hauswänden ist eine große Zahl an Schling- und Kletterpflanzen geeignet. Die Experten in Baumschulen beraten Sie kompetent und persönlich.

Damit die zumeist langen Triebe nicht wahllos durcheinander geraten ist eine helfende Hand nötig. Die Triebspitzen sollten regelmäßig nach oben an die Kletterhilfen herangeführt werden. Triebe ohne Rankorgane müssen festgebunden werden. Vor dem neuen Austrieb im zeitigen Frühjahr sollten weitauslandende Zweige zurückgeschnitten werden.

Doch nicht nur im Gartenboden machen ausdauernde Kletterpflanzen eine gute Figur. Für den Sichtschutz auf der Terrasse sind auch sie willkommene Gäste. Wichtig bei der Pflanzung: Ausreichend große Gefäße, die dem zukünftigen Wurzelwachstum genügend Raum bieten.

Besonders in der Nähe von Sitzplätzen gefallen duftende Arten, wie Geißblatt, Kletterrose, Blauregen oder Waldrebe.

Viele weitere interessante Informationen über Gehölze finden Sie zudem im Internet unter http://www.gruen-ist-leben.de.

Tipp: Wer zu wenig Geduld aufbringt, oder schnell eine bestimmte Fläche begrünt haben möchte, für den sind mobile Hecken das Richtige. Gitterelemente werden dazu bereits in der Baumschule berankt und im heimischen Garten eingepflanzt. Als Alternative: Fertig begrünte Elemente in Kästen. Die sind immer wieder mobil einsetzbar.

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