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IVG-Medientag: Postive Signale für den Gartenmarkt

Genuss ohne Reue wird zukünftig zum Konsummotor in der Gartenbranche.

Zu diesem Ergebnis kam Klaus Peter Teipel (IFH Retail Consultants GmbH, Köln) in seinem Referat auf dem 11. IVG Medientag Garten in Köln und plädierte damit für ein offenes und ehrliches Zugehen der Gartenbedarfsindustrie auf eine zunehmend aktive und aufgeklärte Verbraucherschicht.

Auch in Zukunft könne die Gartenbranche fest mit positiven Wachstumseffekten rechnen, da der Garten als Freizeitbeschäftigung und als neue Form von Luxus voll im Trend liege. Mit dem Lifestyle-Faktor wächst aber gleichzeitig der Anspruch an die Qualität der Produkte wie auch an den Faktor „Genuss“.

Zunehmend im Verbraucherfokus stehen demnach „weiche Faktoren“ wie Sinn, Gemeinschaft, Zeit, Freizeit, Schönheit und gesunde Ernährung.

Teipel prognostiziert einen deutlich spürbaren Wandel im Konsumverhalten der Gartenliebhaber von morgen – weg von der „Billigheimer-Mentalität, hin zu mehr Wertigkeit und zu einem nachhaltigen „Genuss ohne Reue“.

Kunden suchen zunehmend das Ehrliche in den Produkten. Sie fordern die Einhaltung von Funktionalitäts- und Qualitätsversprechen ein und möchten offen und ehrlich informiert werden. Nachhaltigkeit werde auch die grüne Branche zunehmend prägen.

Auch in Zukunft könne die Gartenbranche fest mit positiven Wachstumseffekten rechnen, so das Fazit von Klaus Peter Teipel. Der Garten als Freizeitoase und als neue Form von Luxus liegt voll im Trend. In diese Entwicklung passt auch der Trend zum Grillen und Kochen im Garten.

In Deutschland sei mit einem Wachstum von unter 1 Prozent zu rechnen. Für 2012 erwartet das Marktforschungsinstitut IFH Retail Consultants ein Plus von 0,7 Prozent auf 18,040 Mrd. €. Im vergangenen Jahr betrug die Steigerungsrate, so die Prognose, 0,6 Prozent.

Der Gesamtmarkt hatte 2011 ein Volumen von 17,912 Mrd. €; miteinbezogen sind darin Umsätze im gewerblichen Bereich mit einem Anteil von 17 Prozent. Auf den Bereich lebendes Grün entfielen 8,595 Mrd. €; einschließlich des biologisch-chemischen Gartenbedarfs waren es 11,573 Mrd. €. Gartenhartware stand für 6,339 Mrd. €.

Grillen im Garten liegt voll im Trend (Foto IVG)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die höchsten jährlichen durchschnittlichen Wachstumsraten in den Jahren 2010 bis 2012 weist dabei das Segment Grillen mit 6,4 Prozent auf. Lebendes Grün Outdoor kommt auf 1,4 Prozent, Gartengeräte auf 0,8 Prozent.
Parallel zum Gesamtmarktniveau haben die Baumärkte ihre Umsätze gesteigert; sie haben um 0,7 Prozent auf 4,63 Mrd. € zugelegt. Deutlich stärker, nämlich um 3,8 Prozent auf 2,17 Mrd. €, sind die Fachgartencenter gewachsen.

Der Trend zu mehr Wertigkeit bei Gartenprodukten wird von Fachgartencentern deutlich mehr gelebt“, kommentierte Klaus Peter Teipel. Dennoch geht er davon aus, dass das Potenzial des Gartenmarktes „bei Weitem noch nicht ausgereizt ist“. Bei den Fachhandelsformaten im Gartenbereich stellt er „einen erheblichen Optimierungsbedarf“ beim Sortiment und dessen Präsentation fest. „Dort wird nicht alles so gekonnt dargestellt, wie es der Verbraucher erwartet“, sagte Teipel.

Für 2012 erwartet er eine Steigerung des Marktanteils der Baumärkte auf 26,4 Prozent (2010: 25,8 Prozent), der Fachgartencenter auf 12,1 Prozent (2010: 11,8 Prozent).

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