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Interessante VDG-Wintertagung 2014 in Nürnberg

Verband Deutscher GartencenterDer Verband Deutscher Gartencenter (VDG) hat vom 18. bis 20.Januar 2014 seine alljährliche Wintertagung abgehalten. Interessante und sehr praxisbezogene Vorträge dominierten das Programm. Dabei standen Themen zur Mitarbeiterführung und Möglichkeiten zur Kostensenkung im Mittelpunkt. Ein spannendes Rahmenprogramm mit Besichtigungen von Industriebetrieben und Gartencentern rundete die Veranstaltung ab.

Der VDG-Vorsitzende Eckhard Heinemann konnte mehr als 230 Teilnehmer zu dieser Veranstaltung begrüßen, was eine Rekordbeteiligung bedeutete. Zwei neue Mitglieder konnten hinzugewonnen werden, so dass sich die Zahl der ordentlichen Mitglieder auf 106 erhöht hat.

Bei einer Rückschau auf das Jahr 2013 stellte Heinemann fest, dass die Gartencenterbranche nicht so stark verloren hat wie es nach dem schwierigen Frühjahr mit seinen Wetterkapriolen zu erwarten war.

Es habe jedoch große Unterschiede in den Mitgliedsbetrieben gegeben. Viele Mitglieder hätten im Vergleich zum Jahr 2012 Ihren Umsatz halten können. Es wären jedoch auch Umsatzrückgänge von um die 5 Prozent in einigen Betrieben zu verzeichnen gewesen. Insbesondere die Endverkaufsbetriebe und Einzelhandelsgärtnereien, welche über eine Eigenproduktion verfügen, seien härter betroffen gewesen. In den Betrieben die Ihre Ware zukaufen, konnte durch Verringerung des Einkaufsvolumens und parallele Kostensenkung durch verminderten Personaleinsatz das Ergebnis gehalten werden.

Das Weihnachtsgeschäft sei insgesamt gut verlaufen.

In den Pausen zwischen den Vorträgen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit sich an einer Vielzahl von Informationsständen der Industrie über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Auch unsere Gawina Partner, Compo (Dünger, Erden, Pflanzenschutz) und Weber-Stephen (Grills), waren mit Ihren Ständen vertreten.

Simon meint:

Ich habe diese Veranstaltung zum ersten Mal besucht und war direkt sehr beeindruckt. Bei den Mitgliedern dieses Verbandes handelt es sich durchweg um selbständige Unternehmen/Familienbetriebe mit 15 bis über 100 Mitarbeitern.

Diese Leute kennen sich im Gartengeschäft sehr gut aus und müssen sich im harten Wettbewerb gegen eine Vielzahl von Anbietern durchsetzen. Um erfolgreich zu sein, ist neben der hohen Fachkompetenz besonders viel Kreativität gefordert. Denn der Kunde hat natürlich in einem Gartencenter oder Endverkaufsbetrieb eine ganz andere Erwartungshaltung als z.B. in einem Baumarkt. Diesem Anspruch gerecht zu werden, ist die eigentliche Herausforderung, denen sich die Betriebsinhaber stellen müssen.

Man pflegt einen offenen und freundlichen Umgang miteinander. Erfahrungen und Erfolgsrezepte werden bereitwillig ausgetauscht. Die Mitglieder des Verbandes sehen sich als eine Gemeinschaft, die sich gegen die große Konkurrenz der Baumärkte durchzusetzen möchte. So habe ich es zumindest wahrgenommen.

Bei allem wirtschaftlichen Druck kommt auch der soziale Bereich nicht zu kurz. So stellte Herr Jörn Carsten Pfeiffer, vom Pflanzenpark Scheideweg ein Projekt zur Wiedereingliederung von Strafgefangenen vor.

Herr Wilhelm Ley, Gartencenter Sängerhof wies auf ein Projekt zur Beschäftigungsgarantie von Hauptschülern im Raum Bonn hin, an dem er sich selbst beteiligt.

Interessant war es auch zu sehen, dass sich die Betriebe einer Jury aus Ihrer Mitte stellen, welche diverse Bewertungen von Gartencentern vornimmt. Entsprechende Preise wurden am Montag beim Branchentreff verliehen.

Insgesamt habe ich einen sehr positiven Eindruck von dieser Veranstaltung mitgenommen und kann die Mitgliedschaft hier nur empfehlen.

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