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Hornbach: Baumarktkonzern legt gutes Ergebnis vor

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Hornbach profitiert von der Praktiker-Insolvenz

>Betriebsergebnis wächst im Geschäftsjahr 2013/2014 um zehn Prozent
>Umsätze erhöhen sich um 4,3 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro
>Bau- und Gartenmärkte in Deutschland profitieren von Branchenkonsolidierung  und weiten  Marktanteil deutlich aus.                                                                             >Vier neue DIY-Standorte eröffnet

Die Hornbach-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2013/2014 (1. März 2013 bis 28. Februar 2014) die Erträge überproportional zum Umsatzwachstum gesteigert. Während der Nettoumsatz des Hornbach Holding AG Konzerns um 4,3 Prozent auf 3,369 Milliarden Euro (Vorjahr 3,229 Milliarden Euro) zunahm, erhöhte sich das Betriebsergebnis (EBIT) um 10,0 Prozent auf 160,4 Millionen Euro (Vorjahr 145,9 Millionen Euro).

„Wir haben unsere Ertragskraft dank einer starken Aufholbewegung in der zweiten Jahreshälfte wieder spürbar erhöht. Aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung 2013/2014 werden wir den Hauptversammlungen im Juli 2014 vorschlagen, die Dividende sowohl bei der Hornbach Holding AG als auch bei der Hornbach-Baumarkt-AG um rund 20 Prozent anzuheben“, kündigte Albrecht Hornbach, der Vorstandsvorsitzende der Hornbach Holding AG, bei der Bilanzvorlage in Frankfurt an.

Der wesentliche Grund für die gestiegene Ertragskraft der Hornbach-Gruppe war das dynamische flächenbereinigte Umsatzwachstum der Bau- und Gartenmärkte in Verbindung mit einer stabilen Handelsspanne und verbesserten Kostenquoten. Wegen des langen Winters hatte das Geschäftsjahr 2013/2014 (1. März 2013 bis 28. Februar 2014) für das Unternehmen – wie für die gesamte Do-it-yourself-Branche – zunächst äußerst schwach begonnen, dann aber von Quartal zu Quartal mehr Fahrt aufgenommen.

Alle drei Teilkonzerne mit Ergebnisanstieg
Der wichtigste operative Teilkonzern Hornbach-Baumarkt-AG erhöhte die flächenbereinigten Umsätze – also ohne Neueröffnungen oder Schließungen in den zurückliegenden zwölf Monaten – um 2,7 Prozent, nach einem Minus von 1,4 Prozent im Jahr zuvor.

Großen Anteil an den Steigerungsraten hatten die Märkte in Deutschland, die flächenbereinigt 4,9 Prozent mehr umsetzten und ihren Marktanteil signifikant von 9,3 auf 10,0 Prozent erhöhten. Die ausländischen Standorte erreichten ebenfalls nach einer enormen Aufholjagd flächenbereinigt das Umsatzniveau des Vorjahres.

Der Nettoumsatz des Teilkonzerns Hornbach-Baumarkt-AG erhöhte sich insgesamt um 4,4 Prozent auf 3.152 Millionen Euro (Vorjahr 3.020 Millionen Euro). Darin enthalten sind vier neue Märkte: ein Ersatzstandort in Heidelberg sowie drei Neueröffnungen in der Slowakei, in Schweden und in den Niederlanden. Das EBIT im Teilkonzern verbesserte sich leicht überproportional zum Umsatzanstieg um 5,8 Prozent auf 105,1 Millionen Euro.

Der Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH (HBU) hat im Berichtsjahr 2013/2014 215,7 Millionen Euro umgesetzt, 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Hier stieg das EBIT deutlich überproportional um 18,3 Prozent auf 5,5 Millionen Euro. Als regionaler Baustoffhändler betreibt die HBU 25 Niederlassungen in Rheinland-Pfalz, in Baden und im Saarland sowie zwei im angrenzenden Lothringen (Frankreich). Der dritte Teilkonzern, die Hornbach Immobilien AG, hat seine Mieterträge um 6,6 Prozent auf 76,9 Millionen Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis fiel mit 51,1 Millionen Euro um 10,3 Prozent höher aus als im Jahr zuvor.

Hornbach zeigt Augenmaß in der Marktkonsolidierung
Ein zentrales Thema für die gesamte DIY-Branche und auch für Hornbach war im vergangenen Geschäftsjahr die Insolvenz der Praktiker-Gruppe, die als bislang größte Marktkonsolidierung in der deutschen Baumarktbranche gilt. Die flächendeckende Schließung von rund 300 Praktiker- und Max Bahr-Baumärkten führte zu einer Umsatzumverteilung, von der auch Hornbach profitierte. Die Hornbach-Gruppe hat sechs Standorte übernommen.

Die Standorte in Kamen, Lüneburg, Saarbrücken, Schwabach, Trier und Ulm rüstet das Unternehmen im Laufe dieses Geschäftsjahres zu typischen Hornbach Bau-und-Gartenmärkten um. „Unser Ziel war es nie, Marktanteile zu kaufen. Vielmehr hat sich unser Blick auf einzelne Standorte gerichtet, die unser Filialnetz optimal ergänzen“, erläuterte Hornbach die Expansionsstrategie. „Wir werden auch weiterhin beständig und mit Augenmaß wachsen. Neue Standortoptionen prüfen wir sehr sorgfältig im Hinblick auf eine exzellente Verkehrsanbindung, ein gutes Umfeld und Entwicklungspotenzial sowie langfristig zu erwartende Umsatz- und Ergebnisbeiträge.“

Ausblick: Höhere Investitionen und überproportionaler Ergebnisanstieg
Im laufenden Geschäftsjahr 2014/2015 will die Hornbach-Gruppe, die zuletzt 15.712 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigte, wegen des beschleunigten Expansionsprogramms zwischen 130 und 160 (Vorjahr: 116) Millionen Euro investieren. Geplant sind bis zu neun Neueröffnungen (inklusive zweier Ersatzstandorte und einer Filialerweiterung).

Die Hornbach-Gruppe rechnet für 2014/2015 damit, dass der Konzernumsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich und voraussichtlich stärker als im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 (plus 4,3 Prozent) steigen wird. Das Betriebsergebnis (EBIT) soll überproportional zum Umsatzanstieg wachsen.

Hornbach betreibt leistungsfähigsten Online-Baumarkt
Den Nettoumsatz zugrunde gelegt, ist Hornbach in Deutschland der drittgrößte Do-it-yourself-Händler und in Europa die Nummer fünf. Bei einer Gesamtverkaufsfläche von rund 1,65 Millionen Quadratmetern bieten die aktuell 143 Hornbach Bau-und-Gartenmärkte (davon 93 in Deutschland) eine durchschnittliche Verkaufsfläche von rund 11.700 Quadratmetern. Hornbach ist nicht nur im stationären Handelsgeschäft aktiv: Mit hornbach.de betreibt das Unternehmen nach eigennen Angaben den leistungsfähigsten und mit 70.000 Artikeln umfangreichsten Online-Bau-und-Gartenmarkt Deutschlands. Der auch in Österreich erfolgreich eingeführte virtuelle Markt wird sukzessive in alle neun Länder ausgerollt, in denen Hornbach Baumärkte betreibt.

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