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HDE: Keine Einschränkungen für Minijobs

HDE LogoDer Handelsverband Deutschland (HDE) warnt davor, die Bedingungen für Minijobs zu verschlechtern. Minijobs seien als Brücke in die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Handel so erfolgreich wie in keiner anderen Branche.

Fast die Hälfte aller Minijobber findet anschließend einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz.

„Minijobs erleichtern besonders im Handel den Eintritt in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Es gibt keinen Grund, dieses erfolgreiche Instrument einzuschränken“, so der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Eine Studie des Bundesfamilienministeriums zeigt, dass im Handel 45 Prozent aller Minijobber im Anschluss an eine geringfügige Beschäftigung entweder als Vollzeitkraft (17 Prozent) oder als Teilzeitkraft (28 Prozent) beschäftigt sind.

Das ist im Branchenvergleich der beste Wert.

Minijobs verdrängen im Handel keine sozial-versicherungspflichtigen Arbeitsplätze. Das machen die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit deutlich.

Demnach hat der Einzelhandel im vergangenen Jahr (Stichtag 30.6.2012) im Vergleich zum Vorjahr 35.000 neue sozialversicherungspflichtige Jobs geschaffen.

Gleichzeitig sank die Zahl der Minijobber in der Branche um 19.000. Genth: „Das zeigt einmal mehr, dass Minijobs im Einzelhandel nicht auf Kosten der Vollzeitjobs gehen.

Darüber hinaus machen die Zahlen deutlich, dass Minijobs im Handel nur Ergänzung und nicht Schwerpunkt der Beschäftigung sind.“

Die Minijobs dienten vor allem der Abfederung von Spitzen-belastungen.

Die Absenkung der steuer- und abgabenfreien Verdienstgrenze würde vor allem Familien und Studenten mit kleinem Einkommen treffen.

„Minijobs sind für viele Arbeitnehmer eine unverzichtbare Möglichkeit, bei flexibler Arbeitszeit das Familieneinkommen aufzubessern“, so Genth.

Eine Steuer- und Abgabenverpflichtung oberhalb von 100 Euro würde da Löcher in sehr viele Familienkassen reißen.

Gerade Familien mit Kindern seien oft auf Arbeitsplätze mit kürzeren und variableren Arbeitszeiten angewiesen.

Auch angesichts des mangelnden Kinderkrippenangebots in Deutschland seien die Minijobs deshalb in ihrer jetzigen Form ein wichtiger Bestandteil des deutschen Arbeitsmarktes.

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