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HDE: Handel sorgt für Stabilität

Der Einzelhandel sei eine wichtige Stütze für den Wohlstand, die Stabilität und den Arbeitsmarkt in Deutschland.
Das betonte am Mittwoch, den 08.02.2012 der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, bei einem Gespräch im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie des Deutschen Bundestages.

Der private Konsum sei mit einem Anteil von rund 58 Prozent am Bruttoinlandsprodukt die wichtigste binnenwirtschaftliche Größe.
In der aktuellen schwierigen, weltwirtschaftlichen Situation trage der Konsum wesentlich zur Stabilität der Wirtschaft in Deutschland bei.
Die Verluste während der Bankenkrise seien längst nicht so dramatisch wie in anderen Branchen gewesen.

Von einem Konsumrausch oder Kaufboom könne allerdings keine Rede sein:
In den letzten zehn bis 15 Jahren stagnierten die Masseneinkommen und der private Konsum entwickelte sich schwach und deutlich unter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
Der HDE rechne für dieses Jahr denn auch mit einem moderaten Umsatzwachstum von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Sanktjohanser: „Der Handel zeigt sich weiterhin robust. Wir sind optimistisch, dass wir den Umsatz 2012 zum dritten Mal in Folge steigern können.
Damit trägt die Branche zur Stabilität der deutschen Volkswirtschaft bei.“

Auch zur Stabilität der Beschäftigtenzahl auf dem deutschen Arbeitsmarkt leiste der deutsche Einzelhandel einen großen Beitrag.
Das zeige die Tatsache, dass die Branche innerhalb eines Jahres (Stichtag 30. Juni 2011) über 60.000 sozialversicherungspflichtige Stellen aufbauen konnte (Branchennews berichtete).

Dazu kämen rund 1.500 Minijobs, wobei sich der Anstieg der geringfügigen Beschäftigung deutlich verlangsamt habe.
Das Arbeitsvolumen der Minijobs im Einzelhandel betrage 15 Prozent.

Sanktjohanser: „Die Anzahl der ausschließlich im Minijob tätigen Mitarbeiter hat weiter abgenommen.
Die Entwicklung zeigt deutlich, dass die bestehenden sozialversicherungspflichtigen Stellen nicht durch geringfügige Beschäftigung verdrängt werden.
Der Handel schafft neue sozialversicherungspflichtige Stellen.“

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