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hagebau FORUM mit 1.500 Teilnehmern in Berlin

Das 11. hagebau FORUM, welches vom 7. bis 8. November in Berlin stattfand, erlebte erneut einen Besucheransturm: Zur größten Veranstaltung des hagebau Fachhandels waren rund 1.500 Teilnehmer gekommen, darunter Gesellschafter aus Deutschland, Österreich und Luxemburg sowie zahlreiche Industrievertreter.

Erstmals stand das hagebau FORUM unter einem übergeordneten Motto „Stationär trifft Online“, das sich in den Vorträgen ebenso widerspiegelte wie in den Vollversammlungen und an den Ausstellungsständen. Ebenfalls neu: Geführte Rundgänge erleichterten den Tagungsbesuchern die Orientierung in der 4.000 m² großen Ausstellung. Weitere Highlights bildeten die Vorstellung der neuen Kampagne Generalistenvertrieb sowie die Ehrung von über 50 hagebau Champions.

Neben den Dienstleistungen des hagebau Fachhandels erwarteten die Besucher erstmals geführte Rundgänge und Impulsvorträge auf der 4.000 m2 großen Ausstellungsfläche.(Foto:hagebau- Kirsten Nijhof)

„Die Welt des Handels verändert sich durch die Digitalisierung immer stärker und immer schneller“, stimmte Hartmut Goldboom, Geschäftsführer hagebau Fachhandel, die Teilnehmer in seiner Begrüßung auf die Veranstaltung ein. Der Wunsch der Kunden nach mehrwertbringenden Konzepten steige. Für die Händler gelte es daher, verändertes Beschaffungs- und Informationsverhalten von Handwerkern und Bauherren frühzeitig zu erkennen und sich darauf einzustellen.

Einen tiefen Einblick in diese Thematik erhielten die Teilnehmer im Vortrag „Fressen und gefressen werden“ von Oliver Arp, Bereichsleiter E-Commerce hagebau Fachhandel. Seine Botschaft: Um weiterhin erfolgreich zu sein, müssten die Fachhändler die internetaffinen Kunden gezielt in den Fokus nehmen, bevor es Online-Pure-Player täten. „Wir müssen unsere Aktivitäten entsprechend steuern und ausrichten“, forderte Arp die Fachhändler auf. Es sei höchste Zeit, zu handeln, wie er anhand einer aktuellen Kurzstudie verdeutlichte. Die von der hagebau in Auftrag gegebene Untersuchung analysiert das Informations- und Beschaffungsverhalten von Handwerkern und Bauherren. Ein wichtiges Ergebnis: 26 Prozent der Verarbeiter gaben an, dass sie beim letzten Kauf das Internet als Informationskanal genutzt haben. „Auch Profis googeln, bevor sie kaufen“, resümierte Arp. Oft wird dann gleich bestellt: 12 Prozent der Handwerker sagten, sie hätten ihren letzten Kauf online getätigt.

Lieferantenstudie des hagebau Fachhandels zeigt Potenziale auf
„Wir müssen auch in Bezug auf Prozesse im Einkauf digitaler werden“, forderte auch Christian Rabe, Bereichsleiter Einkauf hagebau Fachhandel, in seinem Vortrag und zog damit die Konsequenzen aus einer aktuellen Lieferantenbefragung der hagebau. Ergebnis: Die Industriepartner sind zwar sehr zufrieden mit Beratungskompetenz und Kundenservice der Soltauer Zentrale und ihrer Gesellschafter, sehen aber Verbesserungspotenziale in der Digitalisierung, etwa in Bereichen wie Stammdatenimport, EDIFACT-Anbindung und im Vertrieb, der vermehrt mittels Apps und Online-Shops unterstützt werden sollte. Das Thema griffen Goldboom und Rabe auch im exklusiven Referat für die Industrievertreter auf. Dabei gaben sie zudem vielfältige Informationen zur allgemeinen Entwicklungen der hagebau.

Neu: Kampagne Generalistenvertrieb
Zu den Highlights des hagebau FORUMs zählte auch die Vorstellung der neuen Kampagne Generalistenvertrieb, die im Januar 2018 starten wird, wie Johannes Lensges, Bereichsleiter Vertrieb hagebau Fachhandel, erläuterte. Das Konzept ist auf die rund 400 nicht-spezialisierten hagebau Fachhandelsstandorte ausgerichtet, insbesondere auf Nahversorger bis 7 Mio. Euro Umsatz. Diesen Händlern bietet die Kampagne umfangreiche Unterstützung im Hinblick auf Sortimentsgestaltung, Marketing und Qualifizierung an. „Noch nie war die Verbindlichkeit in einem System so groß wie im Generalistenvertrieb“, machte Lensges die Ausnahmestellung der Kampagne deutlich.

Spezialisierung 2.1 geht an den Start
Bei den Vollversammlungen der Spezialisierungssysteme, die traditionell den Kern des hagebau FORUMs bilden, verabschiedeten die Händler die Vertriebsmaßnahmen 2018 – erstmals getrennt nach Spezialisten und Top-Spezialisten, sodass jeder Händler die für seine Größe und Region passende Vertriebsunterstützung erhält. Die Differenzierung ist eine der Neuerungen der „Spezialisierung 2.1“. Diese Systematik wird zum 1. Januar 2018 verbindlich umgesetzt. Das hat auch zur Folge, dass künftig alle spezialisierten Händler ein Lagerkernsortiment führen. Die Auswahl der Artikel wurde in den einzelnen Versammlungen verabschiedet. „Wir wollen zusätzliche Erträge für unsere Händler generieren“, erläuterte Johannes Lensges die Ziele der neuen Systematik in einer erstmals durchgeführten gemeinsamen Vollversammlung aller Spezialisierungssysteme.

Die Digitalisierung wird die Arbeitsweise der Spezialisierungssysteme nachhaltig verändern. „Wir müssen schneller auf die Bedürfnisse des Marktes reagieren. Wir werden nicht mehr die Zeit haben, Maßnahmen zu entwickeln, die alle Aspekte und Bedürfnisse berücksichtigen. Vielmehr geht es darum, zu Beginn eine möglichst marktfähige Lösungen für die Anforderungen des Kunden bereitzustellen und diese dann im laufenden Betrieb zu analysieren, verbessern und weiterzuentwickeln. Das verändert die Zusammenarbeit zwischen den Systemen und den Gesellschaftern maßgeblich und daher haben wir unsere Organisation auf die geänderten Arbeitsweisen angepasst“, so Lensges zum weiteren Hintergrund.

Mehrwert für Besucher: Impulsvorträge in der Ausstellung
Die 4.000 m² Ausstellungsfläche wurde vor allem zur Präsentation der Dienstleistungen des hagebau Fachhandels genutzt. Neu: Neben geführten Rundgängen durch die Ausstellung konnten die Besucher auch durch kurze, knackige Impulsvorträge zu Themen wie Marketing, E-Commerce, Eigenmarken oder mobile Generalisten Hintergrund-Informationen erhalten. „Die Bandbreite an Entwicklungen und Möglichkeiten bezüglich der unterschiedlichen Dienstleistungen ist so groß, dass wir mit einem dialogisch ausgerichteten Ausstellungskonzept vertiefende Informationen geben können“, so Hartmut Goldboom. So werde jedem hagebau Gesellschafter die valide Entscheidung, welche Dienstleistung er für sein Tagesgeschäft nutzen möchte, deutlich erleichtert.

Auszubildende mit Preisen gewürdigt
Wie in den Vorjahren nutzte Goldboom das hagebau FORUM, um die besten Auszubildenden der hagebau Fachhändler sowie deren Ausbilder zu ehren. Gemeinsam mit Christian Lübbert, Abteilungsleiter hagebau Personalentwicklung, zeichnete er die Groß- und Außenhandelskaufleute Christine Telgen von der Aug. Nothoff GmbH & Co. KG, Daniela Blank von der W. Renner GmbH, Lisa Cathérine Lorenz von der Götz + Moriz GmbH und Daniel Wulff von der Wilhelm Linnenbecker GmbH & Co. KG aus. Zu den Preisträgern zählten außerdem Julien Lang, Fachkraft für Lagerlogistik, von der Götz + Moriz GmbH, sowie Bürokauffrau Bianca Bartholme von der DBH Dienstleistungsgesellschaft mbH.

Wurden im Rahmen des FORUMs geehrt: die sechs besten Auszubildenden der hagebau Fachhändler und deren Ausbilder. (Foto: hagebau – Kirsten Nijhof)

Über 50 hagebau Champions gekürt
Höhepunkt der Abendveranstaltung war die Ehrung der hagebau Champions: 43 Händler – darunter auch vier österreichische Unternehmen – und zwölf Industriepartner erhielten die begehrten Trophäen aus den Händen von Hartmut Goldboom und den Vertriebsmanagern der Spezialisierungssysteme. Mit den Preisen wurden die besonderen Verdienste der Gesellschafter und Industriepartner für die Spezialisierungssysteme und Eigenmarken des hagebau Fachhandels gewürdigt.

Über 50 „hagebau Champions 2016“ konnten die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen.(Foto: hagebau – Kirsten Nijhof)
Goldboom zog eine positive Bilanz: „Das hagebau FORUM hat in diesem Jahr fokussiert Zukunftsthemen aufgegriffen, die uns im Fachhandel in den nächsten Jahren beschäftigen werden. Ich bin sicher, dass unsere Gesellschafter und Industriepartner viele wertvolle Anregungen mitnehmen konnten.“

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