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Gute berufliche Aussichten im Garten- und Landschaftsbau

Der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau ist eine weiterhin aufstrebende Branche. Die Zahl der Betriebe wächst und der Umsatz ist branchenweit in den letzten zehn Jahren um fast 38 Prozent gestiegen.

Immer mehr junge Leute, die sich für einen gärtnerischen Beruf interessieren, bewerben sich bei einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb.

„Die Fachbetriebe des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus haben zusammen mehr als 100.000 Mitarbeiter, knapp 10.000 junge Menschen befinden sich derzeit in der Ausbildung zum Landschaftsgärtner.“ Diese positiven Branchendaten stellte kürzlich der Präsident des Bundesverbandes Garten- Landschafts- und Sportplatzbau, August Forster, vor.

Der Grund für den Zuwachs ist zum großen Teil auf das breite Tätigkeitsspektrum der Unternehmen zurückzuführen. Landschaftsgärtner lernen nicht nur wie man mit Pflanzen umgeht; sie sind bestens ausgebildet in einer Vielzahl von handwerklichen Tätigkeiten und können mit den verschiedensten Materialien umgehen.

Darüber hinaus haben sie ein breites theoretisches Wissen über Gartenpflanzen, und kennen deren Wuchseigenschaften und Standortbedürfnisse.

Thomas Wiemer, Referent für Nachwuchswerbung im Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (AuGaLa), bringt es auf den Punkt: „Einfach gesagt, sind Landschaftsgärtner die Experten für alles, was in Garten und Landschaft zu tun ist.“

Eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner: auch für die Pflege historischer Gartenanlagen ein guter Einstieg. (Foto: BGL)

Verschiedene Betriebe mit verschiedenen Schwerpunkten

Viele Garten- und Landschaftsbaubetriebe sind enorm breit aufgestellt. Sie bieten von Pflanz- und Pflegearbeiten über Dachbegrünung bis hin zum Spielplatzbau das ganze Spektrum an Leistungen in privaten Gärten und im öffentlichen Grün an.

Neben den Alleskönnern unter den Betrieben gibt es aber auch die Spezialisten, die sich auf bestimmte Arbeitsfelder konzentrieren, wie beispielsweise auf die Pflege historischer Gartendenkmäler oder den Bau von Freizeit- und Sportanlagen.

Ob Frauen oder Männer, wer sich für eine berufliche Entwicklung im Garten- und Landschaftsbau interessiert, sollte sich bei der Wahl seiner Ausbildungsstelle und später seines Arbeitgebers auch daran orientieren, welche fachliche Ausrichtung der Betrieb hat.

Zunächst ist es sinnvoll, das gesamte Spektrum der Branche kennenzulernen. Im Laufe der Ausbildung macht jeder seine individuelle Erfahrung, welche Arbeiten ihr bzw. ihm besonders viel Spaß machen und welche weniger.

Wer dann z. B. richtig gut bei speziellen Pflasterarbeiten wie der Verlegung von Natursteinen geworden ist, wird in den entsprechenden Betrieben ebenso seine Erfüllung finden, wie der, der lieber automatische Bewässerungsanlagen und schillernde Gartenbeleuchtungen installiert.

Bestens ausgebildet in die Zukunft: Spezialisierungen und Weiterbildungen

Im Garten- und Landschaftsbau gibt es eine Reihe an Zusatzqualifikationen, die man während der Ausbildung oder auch danach erlernen kann. Junge Frauen und Männer, die keine Höhenangst kennen, können sich in luftigen Höhen um die größten Bäume der Umgebung kümmern, die Spezialisierung nennt sich Baumpfleger – ein Baumkletterkurs gehört natürlich dazu. „Bodenständigere“ Gärtner, die sich lieber auf kontinuierliche Pflegearbeiten konzentrieren möchten, können Greenkeeper auf Sportplätzen werden und für einen ganzjährig gesunden, perfekt grünen Rasen sorgen.

Die Aufstiegschancen sind beachtlich: Wer die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, kann nach einem Jahr Praxis eine Weiterbildung zum Techniker absolvieren oder nach zwei Jahren den Meister anstreben.

Mit Fleiß und guter Planung bildet man vielleicht selbst schon bald junge Landschaftsgärtner aus. Für manche ist die Ausbildung zum „Gärtner, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau“, so heißt der Beruf korrekt, auch die praktische Basis für ein Studium an einer Universität oder Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW): Fachbezogene Praxiserfahrung ist bei Studiengängen der Richtung Landschaftsarchitektur/Landschaftsbau von großem Vorteil.

Naturinteressierte: vom Praktikum zur Ausbildung

Die Arbeit im Garten- und Landschaftsbau erfordert neben dem Interesse an Natur und Technik auch die Freude am Gestalten. Ein typischer Landschaftsgärtner arbeitet am liebsten draußen, ist nicht wetterscheu und packt gerne mit an.

Weitere wichtige Eigenschaften sind Teamfähigkeit und Kreativität – und das auf den verschiedensten Gebieten.

Wer sich für die Laufbahn als Landschaftsgärtner entschieden hat, weiß, dass sie oder er echter Allrounder in zahlreichen naturbezogenen Tätigkeiten werden kann.

Ein Tipp für alle, die neugierig auf diesen Beruf geworden sind: Viele Garten- und Landschaftsbaubetriebe bieten Praktika an, die Herbstferien sind dafür ein idealer Zeitraum. Entsprechende Unternehmen und weitere Informationen finden sich auf www.landschaftsgaertner.com – inkl. Praktikums- und Azubi-Job-Börse.(Quelle: BGL)

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