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Gesellschaftliche Veränderungsprozesse auch für den Gartenbau gravierend

ZVG2. Demografiegipfel der Bundesregierung in Berlin

„Die Auswirkungen des demografischen Wandels werden für den gärtnerischen Berufsstand erheblich sein. Es werden sich neue, zukunftsausgerichtete Aufgabenfelder für unsere grüne Branche ergeben, Antworten auf viele Fragen werden auch von uns nötig sein.“ Zu dieser Überzeugung gelangte der Vizepräsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), Hartmut Weimann, vergangenen Dienstag (14. Mai) in Berlin.

Auf dem 2. Demografiegipfel der Bundesregierung hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel eindringlich darauf verwiesen, dass bis 2025 bundesweit mehr als 6 Millionen Menschen aus dem Erwerbsleben ausscheiden werden.

Der ZVG sieht in dieser Veränderung des Arbeitsmarktes auch erhebliche Herausforderungen und Handlungsbedarf für den gärtnerischen Berufsstand:

Zum einen wird die Zahl der Rentner beträchtlich steigen. Einkaufsverhalten, Ernährungsgewohnheiten, Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen, therapeutische Hilfestellungen werden auch die Angebote des Gartenbaus verändern müssen, um den Ansprüchen einer alternden Bevölkerung gerecht zu werden.

„Das sind durchaus Chancen für den Gartenbau“, so ZVG-Vizepräsident Weimann weiter, „man muss allerdings auch die Notwendigkeit erkennen und den Mut zu Veränderungen haben.“

Zum anderen wird die deutlich stärkere Zunahme von Einwanderern Spuren in den gesellschaftlichen Strukturen hinterlassen, aber auch bei der künftigen Gewinnung von Arbeitskräften für die verschiedenartigen Aufgaben in der Branche von Bedeutung sein.

Der Veränderungsprozess ist bereits jetzt im Gange, wenngleich noch nicht für jedermann und allerorts offensichtlich spürbar.

Für den ZVG ergibt sich die Aufgabe, zusammen mit der Forschung unterstützende Lösungen aber auch fördernde Rahmenbedingungen zu erarbeiten und durchzusetzen, aber auch bei der Umsetzung in den Unternehmen mitzuhelfen.

Der vom BMELV veranstaltete 2. Zukunftskongress Gartenbau am 10. und 11. September in Berlin wird ein weiterer Schritt sein, zukunftsweisende Perspektiven für die Branche zu verdeutlichen.

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