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FloraHolland-Mitglieder stimmen für die Stärkung der genossenschaftlichen Struktur

Die 333 anwesenden Mitglieder sprachen sich bei der Abstimmung für eine Erneuerung der genossenschaftlichen Struktur aus, was eine Verschmelzung von Vorstand und Aufsichtsrat zur Folge hätte.

Für die Stärkung  der Struktur muss die Satzung teilweise geändert werden. Darüber hinaus stimmten die anwesenden Mitglieder bei der Anfang Juni 2013 stattgefundenen Versammlung dem Jahresabschluss 2012 und der vorgeschlagenen Gewinnverwendung zu.

Neue Struktur ist richtungsweisend für die Zukunft

Die Allgemeine Mitgliederversammlung hat sich mit 71 % für den Vorschlag einer neuen Führungsstruktur ausgesprochen. 

Vorstandsvorsitzender Bernard Oosterom: „Diesem Beschluss ist ein intensiver Prozess vorausgegangen, an dem sich viele engagierte Mitglieder beteiligt haben. Wir als Vorstand haben uns die Zeit genommen, unseren Vorschlag ausführlich zu erläutern. Wir hatten ein offenes Ohr für kritische Anmerkungen und haben in Teilbereichen Anpassungen durchgeführt. Ich spreche im Namen meines gesamten Vorstands, wenn ich sage, dass wir sehr erfreut sind über dieses Ergebnis, das für die Zukunft unserer Genossenschaft richtungsweisend ist.“

In der nächsten Zeit wird die Allgemeine Mitgliederversammlung in Dezember vorbereitet, bei der die Kandidaten für den neuen Aufsichtsrat vorgestellt werden sollen.

Starkes System mit einer veränderten Nutzung

Das Jahr 2012 war für den Zierpflanzensektor überwiegend positiv.

Ebenso wie der Gesamtexport von niederländischen Blumen und Pflanzen ist auch der Umsatz von FloraHolland um 3 % angestiegen. Der europäische Verbraucher kauft trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage weiterhin Blumen und Pflanzen.

Der niederländische Zierpflanzencluster konnte seine starke Position behaupten.

Von dieser Stärke ist auch die Genossenschaft FloraHolland durchdrungen. „Unser starkes System wird allerdings zunehmend anders genutzt“, merkte Geschäftsführer Timo Huges an.

„Noch vor einigen Jahren war der Absatz vollständig Sache der Versteigerung. Der Handel verlief hauptsächlich über die Versteigerungsuhr. Heutzutage streben die Betriebe eine eigene Position am Markt an. Und man möchte Preissicherheit, zumindest für einen Teil der Produktion. 

Die Züchter kümmern sich viel stärker als früher selbst um Ihren Absatz. Dadurch verschiebt sich der Handel vom Versteigerungssystem zu direkten Absatzströmen. Diese Verschiebungen haben sich in den Jahren 2012 und 2013 in beschleunigter Form vollzogen.“

Von den 4,4 Milliarden Euro Umsatz, die FloraHolland erwirtschaftet, werden gegenwärtig etwas über 50 % über die Versteigerungsuhren und fast 50 % über Connect (Direktvertrieb) abgerechnet.

Im Jahr 2010 betrug das Verhältnis noch 61 % Uhrenumsatz zu 39 % Direktvertrieb.

Weniger Stapelwagen vor der Auktionsuhr erfordern auch weniger Manpower. Die Versteigerung arbeitet deshalb an flexiblen Lösungen um die Beschäftigten Mitarbeiter auch an anderen Stellen im Betrieb einsetzen zu können. 

Kosten und Erträge befinden sich zurzeit nicht im Gleichgewicht. Die Kontinuität des Unternehmens erfordert aber gesunde Ergebnisse.

In den nächsten Jahren wird FloraHolland ihre Einkünfte und Ausgaben so ausrichten, dass Erträge über Kosten verursachende Dienstleistungen generiert werden.

Für die Mitglieder ist die Auktionsuhr nach wie vor ein wesentliches Absatzinstrument.

FloraHolland wird daher Maßnahmen treffen, um das Versteigerungssystem technisch und wirtschaftlich attraktiver zu machen.

 

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