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EU plant Zulassungspflicht für Sprossenerzeuger

Zur Stärkung des Verbraucherschutzes will die Europäische Kommission Sprossenerzeuger einer Zulassungspflicht unterwerfen. Das bestätigten Experten der Brüsseler Behörde am 20. Juli anlässlich der Vorstellung des Jahresberichts über das EU-Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF).
Sprossen sollen demnach künftig nur noch dann vermarktet werden dürfen, wenn sie bestimmte mikrobiologische Sicherheitskriterien einhalten. Diese Vorgabe gilt sowohl für innereuropäische Ware als auch für Importe.

Saatgut wird Rückverfolgbarkeitsauflagen unterworfen. Schließlich müssen Hersteller in Drittländern, die für Sprossen bestimmtes Saatgut in die EU exportieren, verschärfte Hygienevorschriften beachten.

Das Paket wird voraussichtlich im Dezember von der Kommission verabschiedet. Während der Rückhalt der Mitgliedstaaten gesichert scheint, müssen noch Einspruchsfristen der Welthandelsorganisation (WTO) und des Europaparlaments abgewartet werden.

Ferner will die Kommission unter anderem mehr Kontrollen durchführen und die Weiterbildung im Hygienebereich vorantreiben – auch bei wichtigen Handelspartnern. Schließlich will die Behörde Wege finden, Kommunikationspannen wie bei der EHEC-Krise zu vermeiden. (Quelle FH-Magazin)

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