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EU-Bio-Logo seit dem 01. Juli 2012 voll gültig

Ab 01. Juli ist das EU Öko-/Bio-Siegel auf allen vorverpackten, in der Europäischen Union ökologisch erzeugten Lebensmitteln Pflicht, die den erforderlichen Normen entsprechen. Für unverpackte und importierte Bio-Erzeugnisse bleibt die Verwendung des Logos freiwillig. Andere private, regionale oder nationale Gütesiegel dürfen weiterhin neben dem EU-Logo abgebildet werden.

Ende der Übergangsfrist

Damit endet eine zweijährige Übergangsfrist zur Einhaltung der neuen EU-Kennzeichnungsvorschriften für die ökologische Lebensmittelwirtschaft.

Das sogenannte „Euro-Blatt“-Logo  wurde am 1. Juli 2010 eingeführt. Neben dem Logo selbst sollten auch die Kennnummer der Kontrollstelle sowie der Ort der Erzeugung der landwirtschaftlichen Rohstoffe zu sehen sein.

 

Ein Viertel erkennt EU-Bio-Siegel an

Lebensmittel mit dem EU-Bio-Siegel müssen zu 95 Prozent aus ökologischem Anbau stammen. Außerdem dürfen sie keine gentechnisch veränderten Zutaten enthalten.

Dünger ist nur erlaubt, wenn er mit den Grundsätzen der Bioproduktion vereinbar ist, chemisch-synthetische sind Pflanzenschutzmittel verboten.

Eine unabhängige Stelle oder Behörde überprüft mindestens einmal im Jahr die Einhaltung der Vorschriften, bei einem Verstoß können Betriebe das Bio-Siegel wieder verlieren.

Einer Eurobarometer-Umfrage zufolge, genießt das neue Siegel bei rund einem Viertel der EU-Bürger Anerkennung.

Vertrauen der Verbraucher fördern

„Wir hoffen, dass das EU-Logo in der weiteren Entwicklung zu einem weithin anerkannten Zeichen für die ökologische Lebensmittelerzeugung in der ganzen EU wird und Verbrauchern Vertrauen gibt, dass die Waren den strengen EU-Vorschriften für den ökologischen Landbau entsprechen,“ erklärte der EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Dacian Cioloş.

Kritik seitens foodwatch

Kritik übt foodwatch, dass zum Beispiel der Wasserverbrauch bei den Bio-Standards keine Rolle spielt. Der Verein, der sich für die Rechte von Verbrauchern und der Qualität von Lebensmitteln einsetzt lobt aber auch, dass das Bio-Siegel neben dem neuen „Ohne Gentechnik“-Siegel das einzige staatliche Qualitätssiegel für Lebensmittel ist.

Verpflichtende staatliche Gütesiegel, für die der Gesetzgeber Kriterien vorschreibt, seien für Verbraucher im Gegensatz dazu eine verlässliche Orientierung beim Einkauf.

Wettbewerb für Logo

Der EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Dacian Cioloş, hofft dass die Waren den strengen EU-Vorschriften für den ökologischen Landbau entsprechen.

Die Idee zur Förderung des ökologischen Landbaus durch Einführung eines EU-Bio-Logos traf im Jahr 2007 auf Zustimmung bei den Mitgliedstaaten.

Um ein eigens für diesen Zweck entworfenes Logo zu finden, organisierte die Kommission 2009 einen Wettbewerb, an dem über 3400 Kunst- und Designstudenten teilnahmen.

In einer öffentlichen Abstimmung wurden dann Anfang 2010 die besten drei Designs ausgewählt.

Kontinuierlicher Zuwachs

Der Verbrauch von ökologischen Erzeugnissen in der EU ist in letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und macht heute rund 2 Prozent des EU-Marktes aus.

Die Erzeugung ist in den letzten zehn Jahren ebenfalls deutlich gewachsen: etwa 5 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen der EU und mehr als 2 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe sind mittlerweile als ökologisch ausgewiesen. (Quelle: The European Circle – GreenMag)

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