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Deutsche Verbraucher misstrauen der Preispolitik des Lebensmitteleinzelhandels (LEH)

FH-Magazin berichtet:

Die Deutschen zeigen im internationalen Vergleich das größte Misstrauen gegenüber der Preispolitik im Einzelhandel.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Hill+Knowlton Strategies GmbH. Der Anteil skeptischer Konsumenten sei in Deutschland deutlich höher als in den USA, Frankreich, England, China oder den Niederlanden.

Außerdem reagiere der deutsche Konsument besonders preissensibel. Händler müssten daher bei Preisanpassungen geschickt agieren.

„Während die Konsumenten in anderen Ländern bei einer Preiserhöhung vielfach einfach weniger kaufen, reagieren deutsche Verbraucher sehr häufig mit einem Wechsel von Einkaufsstätte oder Produkt.

27% der Deutschen geben an, bei einer Preiserhöhung zu einem günstigeren Händler zu wechseln – ein Wert, der nur von chinesischen (Foto: erwo1 – pixelio.de)

Konsumenten leicht übertroffen wird.

Weitere 29% der deutschen Kunden würden zwar dem Händler treu bleiben, jedoch ein günstigeres Produkt kaufen. Das Preisbewusstsein ist in keinem anderen Land so ausgeprägt wie in Deutschland.

Generell beobachten die Deutschen die Preispolitik im Einzelhandel besonders argwöhnisch und sind auch mit Blick auf die Motive sehr skeptisch: International gehen 38% der Verbraucher davon aus, dass Preiserhöhungen für den Handel aufgrund von Kostensteigerungen notwendig sind – in Deutschland sehen das nur 29% der Konsumenten so.

Umgekehrt glauben international 28% der Verbraucher, dass die Händler mit steigenden Preisen die eigene Marge stützen – in Deutschland teilen 42% diese Ansicht.

Die Deutschen zeigen damit das größte Misstrauen gegenüber der Preispolitik der Händler“, heißt es in der Studie.

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