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Der Gartenbau in Deutschland, ein Wirtschaftszweig mit Bedeutung

ZVGBundesministerin Ilse Aigner stellt offiziell Clusterstudie Gartenbau vor

 „Es sind beeindruckende Zahlen und wichtige Ergebnisse, die die nun vorliegende Clusterstudie Gartenbau deutlich macht“, so Bundesministerin Ilse Aigner bei der offiziellen Vorstellung der Studie des Thünen Institutes zur „wirtschaftlichen Bedeutung des Gartenbausektors in Deutschland“.

„Gärtner erbringen jeden Tag Höchstleistungen, ob in der Produktion von Obst, Gemüse und Zierpflanzen oder in der Vermarktung von Gartenbauerzeugnissen und Dienstleistungen“, würdigte Aigner die Verdienste der Branche, die nun in der Clusterstudie belegt werden.

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Bundesministerin Ilse Aigner bei der Vorstellung und Übergabe der Clusterstudie für den Gartenbausektor an ZVG-Präsident Jürgen Mertz (li) und BdB-Präsident Helmut Selders (re). Foto: ZVG

Damit finden die langjährigen Bemühungen des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), den deutschen Gartenbau in einer umfassenden Form darzustellen, einen vorläufigen Abschluss.

Es ging dem ZVG dabei um eine möglichst breite Darstellung mit Produktion Dienstleistung, Vermarktung und Verarbeitung sowie Handel in der gesamten Wertschöpfungskette.

Die Studie geht von einem Kerncluster – der Produktion von Obst, Gemüse, Gehölzen und Zierpflanzen mit einem Umsatz von 4,9 Milliarden Euro  aus.

Die weiteren Sparten werden schalenartig analysiert und machen die gewachsene Bedeutung von Handel und Dienstleistungen deutlich: gärtnerischer Einzelhandel mit 5,4 Milliarden Euro, Friedhofsgartenbau mit 632 Millionen Euro und Garten- und Landschaftsbau mit 5,9 Milliarden Euro.

Die vielfältigen und wirtschaftlich bedeutsamen Verflechtungen des Gartenbaus werden aus der Studie deutlich.

Wenn die den Kernbereichen zuzuordnenden Produkte und Leistungen des sonstigen Einzel- und Großhandhandels sowie der vor- und nachgelagerten Wirtschaftszweigen zusammengefasst werden, erreicht das Gartenbaucluster einen Gesamtumsatz von 78 Milliarden Euro.

Helmut Selders, Präsident des Bund deutscher Baumschulen (BdB), betonte die Wichtigkeit der vorliegenden Erhebung:

„Wir müssen weiter an der Akzeptanz der Leistungen des Gartenbaus in der deutschen Gesellschaft arbeiten, dazu wird die Clusterstudie sicher hilfreich sein.“

Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), dankte im Besonderen dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) für die Unterstützung dieses Vorhabens, dem Präsidenten des Thünen Instituts Professor Dr. Folkhard Isermeyer und allen Beteiligten für die Umsetzung.

Mertz sieht die vorliegende Clusterstudie als Basis zum Dialog, um den Gartenbau weiter zu stärken und somit dessen Zukunft zu sichern:

„Uns war es wichtig, die Vielfalt des Gartenbausektors, aber auch die Verflechtungen mit den vor- und nachgelagerten Bereichen, darzustellen. Ich denke, dies ist geglückt.“

„Das Fundament wurde gelegt, nun besteht insgesamt ein großer Informations- und Diskussionsbedarf mit den Autoren und der Branche“, so Mertz weiter.

Daher lud der ZVG-Präsident die Beteiligten des Thünen-Institut ein, in Gremien, die sich intensiver mit der Studie, deren Ergebnisse und den Ableitungen daraus beschäftigen werden, mitzudiskutieren.

„Bis zum 2. Zukunftskongress Gartenbau sollten wir in der Analyse der Ergebnisse und deren Wertung so weit sein, dass wir daraus die Perspektiven für künftiges Handeln ableiten können“, lautete das Resümee von Jürgen Mertz.

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