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BGL fordert mehr Berücksichtigung von Stadtgrün bei Investitionsentscheidungen

GaLaBau LogoForster: „Städten fehlt das Bewusstsein für den Wert von Bäumen“

„Der Nutzwert von Bäumen und ihre ästhetische Bedeutung in Städten wird unterschätzt. Bäume und Sträucher sind heute eine Selbstverständlichkeit, aber ihre Leistung und ihr Mehrwert für das Klima ist den meisten Politikern und Stadtbewohnern gerade in großen Städten gar nicht bewusst“, erklärte der Präsident des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), August Forster, anlässlich des heutigen internationalen Tages des Baumes.

Einige Kommunen würden den jährlich wiederkehrenden Tag zu Baumpflanzaktionen nutzen, umdamit den Wert des Baumes wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken.

„Der überwiegende Teil der Kommunen kommt aber über Lippenbekenntnisse zur Bedeutung von Bäumen nicht hinaus. Das zeigt, wie wenig Städte und Gemeinden sich mit dem Thema Stadtgrün beschäftigen und wie niedrig der Stellenwert von urbanem Grün in den Rathäusern ist“, kritisierte Forster.

Dabei seien Bäume und Sträucher ein elementarer Bestandteil für ein besseres Stadtklima: „Bäume reduzieren die Feinstaubbelastung, bauen Kohlendioxid ab und sind der zentrale Sauerstoffproduzent.“

Eine 60-jährige Eiche in einem Stadtpark speichert 3.500 kg CO2 im Jahr, das entspricht laut Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung dem CO2-Ausstoß eines Mittelklassewagens mit einer jährlichen Fahrleistung von 24.000 km.

Tag-des-Baumes 

„Neben den Wirkungen für das Stadtklima erhöhen Bäume und Stadtgrün die Attraktivität von Stadtquartieren und schaffen ökonomisch und kulturell einen Mehrwert“, betonte Peter Menke, Vorsitzender des Vorstands der unter anderem vom BGL getragenen Stiftung DIE GRÜNE STADT.

„Investitionen in Asphalt und Beton mögen bisweilen unausweichlich sein, aber Asphalt und Beton atmen nicht. Grün dagegen sorgt für Leben. Darüber müssen sich die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung bei Investitionsentscheidungen wieder bewusst werden“, sagte Forster und erinnerte an die Intention des Tags des Baumes.

Zum Tag des Baumes

Der internationale Tag des Baumes wurde am 28. November 1951 von den Vereinten Nationen beschlossen.

Ziel der UN war es, „dass sich alle Mensch en sowohl des ästhetischen und physiologischen, als auch des wirtschaftlichen Wertes des Baumes bewusst werden“.

In Deutschland wurde der Tag erstmals 1952 gefeiert. Zu diesem Anlass pflanzte der damalige Bundespräsident Theodor Heuss damals einen Ahornbaum im Bonner Hofgarten.

Seitdem wird in Deutschland jedes Jahr am 25. April bundesweit mit Baumpflanzaktionen auf die grünen Riesen aufmerksam gemacht.

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