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BGI erleichtert über gutes Krisenmanagement in Kenia

BGINur geringe Verluste durch Feuer in Nairobi

Nach dem verheerenden Brand auf dem Airport Jomo Kenyatta in Nairobi am Mittwoch, dem 7. August, hat der Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels e.V. (BGI) sofort versucht nähere Informationen zur Situation der Frachtabfertigung zu bekommen.

Im BGI sind einige Großhändler organisiert, die auch Schnittblumen aus Kenia beziehen. Keiner dieser Großhändler erwartete allerdings am Tag der Katastrophe Ware aus Nairobi. In dem noch Stunden nach der erfolgreichen Bekämpfung des Feuers herrschenden Chaos war es allerdings unmöglich, verlässliche Informationen zur Abwicklung von Frachtflügen in den folgenden Tagen zu erhalten.

Beruhigend war für BGI Geschäftsführer Frank Zeiler einzig, dass das Feuer keine Verletzten oder gar Tote gefordert hatte. Der Verband unterhält seit Jahren partnerschaftliche Beziehungen zu kenianischen Institutionen und Farmen. Erst im Juni 2103 war der BGI gemeinsam mit der Messe Essen auf der IFTEX in Nairobi vertreten.

Am Tag nach dem Brand hat der BGI Kontakt mit dem Kenya Flower Council (KFC), der kenianischen Botschaft in Berlin sowie seinen kenianischen Ausstellern im BGI Trade Center IPM 2014 aufgenommen.

Jane Ngige, die Geschäftsführerin des KFC, teilte dem BGI darauf mit, dass sich die Lage wieder weitgehend beruhigt hat.

Noch am Mittwochnachmittag in der vergangenen Woche gingen bereits die ersten Frachtflüge wieder ab Nairobi, und darüber hinaus wurde Fracht auch schon wieder mit Passagiermaschinen geflogen.

Frau Ngige schätzt, dass die Verluste, wenn überhaupt vorhanden, sehr gering ausfallen werden. Die möglichen Verluste betreffen vor allem die Farmen, da dort die Ernte vorübergehend eingestellt wurde, bis wieder sicher war, dass geerntete Blumen auch zeitnah per Luftfracht verschickt werden können. Zurzeit ermittelt der KFC noch ob und in welcher Höhe Verluste eingetreten sind.

Jane Ngige geht davon aus, dass auch der Frachtbetrieb auf dem Airport Nairobi schon bald wieder im Normalbetrieb laufen wird. Spätestens zur Hochsaison soll die Luftfracht wieder ohne jegliche Einschränkungen funktionieren.

Angesichts der guten Krisenbewältigung der kenianischen Behörden zeigt sich der BGI erleichtert. Im Jahr 2012 betrug der Anteil des Warenwertes der aus Drittländern nach Deutschland importierten Schnittrosen 16 Prozent des Gesamtwarenwertes.

Der Anteil kenianischer Schnittrosen an diesen 16 Prozent lag bei 80 Prozent,  was letztlich einem Anteil von 11 Prozent am gesamten Importwert für Schnittrosen auf dem deutschen Markt entspricht.

Deutschland ist somit ein wichtiger Markt für die kenianischen Blumenfarmen, was sich auch an der guten Präsenz im BGI Trade Center auf der IPM 2014 zeigen wird.

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