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Best Retail Brands: Aldi bleibt wertvollste Handelsmarke

 

 

 

 

 

 

 

Aldi, Edeka und Lidl sind die drei wertvollsten Einzelhandelsmarken Deutschlands.

Das geht aus der soeben vom Marktforschungsinstitut Interbrand veröffentlichte Rangliste „Best Retail Brands 2012“ hervor.

Unangefochten auf Platz eins liegt dabei nach wie vor Aldi – mit einem Marktwert von rund 3,15 Milliarden US-Dollar.

Allerdings muss der Essener Discounter gegenüber dem Vorjahr Einbußen von satten elf Prozent hinnehmen.

Auf Platz zwei und drei folgen die Konkurrenten Edeka und Lidl.

Ihr Markenwert wird von den Experten mit jeweils gut 1,4 Milliarden Dollar beziffert.

Lidl – einst unter schlechten Imagewerten leidend – hat im vergangenen Jahr seinen Marktwert um rund 20 Prozent gesteigert und gehört damit zu den größten Gewinnern des Rankings.

Dagegen rutscht die zum Metro-Konzern gehörende Elektronikmarktkette Media Markt vom zweiten auf den vierten Rang ab.

Der deutsche Einzelhandel sei geprägt von einer hohen Marktkonzentration, betonen die Forscher von Interbrand: Fast 40 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes entfalle auf die fünf größten Ketten: Aldi, Metro, Edeka, Rewe und die Schwarz-Gruppe mit ihrer Discountkette Lidl.

Die „Geiz ist geil“- Masche übrigens, mit der die führenden Einzelhändler jahrelang die deutschen Verbraucher umgarnt hätten, ziehe aber immer weniger, betonen die Experten.

Das Shopping-Erlebnis gewinne wieder an Bedeutung.

Insbesondere die Vollsortimenter wie Edeka und Rewe hätten es mit innovativen Konzepten geschafft, sich auf eine mehr komfortorientierte Gesellschaft einzustellen und so zu den Discountern aufzuschließen.

Rewe belegte im Deutschland-Ranking Platz sechs und steigert den eigenen Marktwert um zwölf Prozent.

Die Kaufentscheidungen der Verbraucher seien nicht mehr ausschließlich preisgetrieben.

Heute komme es auf das „einzigartige und inspirierende“ Shopping-Erlebnis an, das zum einen die Bedürfnisse des Kunden befriedigt und zum anderen den Händler von seiner Konkurrenz abhebt.

„Die Gebote der Stunde lauten: mehr Service, mehr Information und vor allem mehr Dialog und Interaktion mit dem Verbraucher“, sagt Nadine Hohlfeld, Consultant bei Interbrand in Köln.

Eine innovative „Customer Journey“ durch den strategischen Einsatz von neuen Technologien und Medien spielt bei den Differenzierungsversuchen von Einzelhändlern eine entscheidende Rolle, so die Handelsexpertin.

(Anmerkung Redaktion) Custumer Journey bedeutet: Berührungspunkte eines Konsumenten mit einer Marke, eines Produktes und einer Dienstleistung.

Das bedeutet: Wem es gelingt, die Kunden über Social Media richtig anzusprechen und sie so in die Produktentstehungsprozesse einzubinden, sichert sich einen Wettbewerbsvorteil.

Insbesondere Vollsortimenter wie Rewe und Edeka hätten in dieser Hinsicht die Nase vorn, sagt Hohlfeld.

Dank innovativer Laden- und Zahlungskonzepte, verstärkter Nachhaltigkeit und CSR-Aktivitäten sowie eines „klugen Managements“ ihrer Produkt- und Serviceportfolios hätten diese Marken es geschafft, zu den Discountern aufzuschließen und sich auf eine mehr komfortorientierte Gesellschaft einzustellen.

(Anmerkung Redaktion) Corporate Social Responsibility ( CSR) bedeutet: Das verantwortungsvolle gesellschaftliche Handeln von Unternehmen

Das heißt: Der Kunde hat gelernt, dass er nicht mehr zu einem Discounter am Stadtrand fahren muss, um zu einem günstigen Preis und einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis einkaufen zu können.

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