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Verbraucherstimmung weiter stabil

Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland für Januar 2017

Die Stimmung der Verbraucher verzeichnet einen glänzenden Start in das Jahr 2017. Sowohl die Konjunktur- und Einkommensaussichten als auch die Anschaffungsneigung verbessern sich. Der Gesamtindikator Konsumklima prognostiziert für Februar dieses Jahres 10,2 Punkte nach 9,9 Zählern im Januar.

Zu Beginn des Jahres 2017 legt die ohnehin schon gute Konsumstimmung noch einmal auf breiter Front zu. So klettert die Konjunkturerwartung mit ihrem vierten Anstieg in Folge auf den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren. Im Sog besserer Einkommensaussichten legt die Anschaffungsneigung im Januar spürbar zu. Der Start in das Jahr 2017 ist somit aus Sicht der Verbraucher in vollem Umfang gelungen.

Konjunkturerwartung: vierter Anstieg in Folge

Der steigende Konjunkturoptimismus, der seit Herbst letzten Jahres zu verzeichnen ist, setzt sich auch im neuen Jahr fort. Nach einem Plus von 5,2 Zählern klettert der Konjunkturindikator auf 21,6 Punkte. Dies ist bereits der vierte Anstieg in Folge und zugleich der höchste Stand seit Juni 2015. Damals wurden 24,9 Punkte gemessen. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres steht derzeit ein Zuwachs von mehr als 17 Zählern zu Buche.

Die Konsumenten sehen die deutsche Wirtschaft auch weiterhin auf einem soliden Wachstumskurs. Unterstützt wird diese Einschätzung durch die kürzlich veröffentlichten ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Demnach ist das preisbereinigte BIP 2016 um 1,9 Prozent gestiegen. Dies ist der stärkste Zuwachs seit 2011, als 3,7 Prozent gemessen wurden.
Damit trotzen die Konsumenten nach wie vor dem Gegenwind, den die Verunsicherung über den künftigen Kurs des neuen US-Präsidenten und den Brexit ausgelöst hat. Zudem hat offenbar der Terroranschlag vor Weihnachten in Berlin den Konjunkturoptimismus nicht nachhaltig beeinträchtigt. Die Konsumenten beurteilen die stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt mit steigender Beschäftigung und damit einhergehend auch guter Einkommensentwicklung als deutlich wichtiger.

Einkommenserwartung festigt Aufwärtstrend

Nach den deutlichen Zuwächsen zum Jahresende 2016 legt die Einkommenserwartung zu Jahresbeginn mit einem moderaten Zuwachs nach. Der Indikator gewinnt 2,7 Punkte hinzu und weist nun 58,3 Zähler auf. Damit kann der leichte Aufwärtstrend gefestigt werden. Im Vorjahresvergleich liegt die Einkommensstimmung um gut 11 Zähler höher.

Die Gründe für den ausgeprägten Einkommensoptimismus liegen auf der Hand. Aufgrund der ausgezeichneten Beschäftigungsentwicklung besteht ein beträchtlicher Spielraum für Einkommenszuwächse bei den Arbeitnehmern. Und da sich der Beschäftigungsaufbau auch in diesem Jahr fortsetzen wird, können die Arbeitnehmer davon ausgehen, dass auch sie davon profitieren werden. Entsprechend hoch sind demnach auch ihre Erwartungen.

Aufgrund der zuletzt gestiegenen Inflation in Deutschland droht jedoch verstärkt Gegenwind für die realen Einkommen. So ist – durch höhere Energie- und Nahrungsmittelpreise – im Dezember 2016 die Inflation auf 1,7 Prozent hochgeschnellt.

Anschaffungsneigung legt spürbar zu

Nachdem die Anschaffungsneigung im Dezember vergangenen Jahres moderate Einbußen hat hinnehmen müssen, verzeichnet sie zu Beginn dieses Jahres spürbare Zuwächse. Der Indikator gewinnt 9,6 Zähler hinzu und klettert auf 57,6 Punkte. Er verbessert damit sein ohnehin schon sehr hohes Niveau.

GfK-Prognose für den privaten Konsum 2016 war Punktlandung

Die Konsumlaune ist auch nach Weihnachten ungebrochen und zeigt sich von ihrer besten Seite. Diese hohe Konsumneigung spiegelt sich auch in der Realität wieder. So stiegen die realen privaten Konsumausgaben nach den ersten vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr um 2 Prozent. Dies ist exakt die Prognose der GfK von Anfang 2016.

Eine hohes Beschäftigungsniveau, spürbar steigende Einkommen sowie niedrige Zinsen haben die Konsumfreude der Deutschen im Wesentlichen beflügelt.

Konsumklima: Aufwärtstrend festigt sich

Für Februar 2017 prognostiziert der Gesamtindikator 10,2 Punkte nach 9,9 Zählern im Januar. Mit dem dritten Anstieg in Folge setzt das Konsumklima seinen moderaten Aufwärtstrend fort. Damit sind gute Voraussetzungen für das Konsumjahr 2017 geschaffen.

Wenn auch die inländischen Rahmenbedingungen, wie hohe Beschäftigung und steigende Einkommen bei niedrigen Zinsen, günstig bleiben werden, so bedrohen dennoch verschiedene Risiken die gute Konsumstimmung. Neben der Unsicherheit über den künftigen Kurs der neuen US-Administration und Wahlen in wichtigen europäischen Ländern, wie Frankreich, Deutschland und (vermutlich) Italien, könnten eine steigende Inflation sowie beginnende Brexit-Verhandlungen die Konsumfreude eintrüben.

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