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Regierung enthält sich bei Probeabstimmung zu Glyphosat

ZVGZVG reagiert mit Unverständnis auf die Enthaltung der Bundesregierung bei EUProbeabstimmung zur Glyphosatzulassung.

Mit Unverständnis hat der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) auf die Enthaltung der Bundesregierung bei der gestrigen Probeabstimmung im Fachausschuss der EU-Kommission zur Verlängerung des Wirkstoffes Glyphosat reagiert. ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer sieht die wissenschaftliche Reputation von EFSA und BfR beschädigt.

„Die Bundesregierung ignoriert die wissenschaftlichen Bewertungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR), die Glyphosat als gesundheitlich unbedenklich eingestuft hatten. Das ist ein schlechter Tag für die Reputation von renommierten wissenschaftlichen Instituten“, so ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer.

Mit Sorge beobachtet der ZVG die zunehmenden Angriffe auf staatliche Bewertungsbehörden. „Wenn den Behörden fortlaufend Methodenschwäche und eine vermeintlich fehlende Unabhängigkeit unterstellt werden, ist der gesetzliche Auftrag für eine wissenschaftlich fundierte Bewertung von Pflanzenschutzmitteln nicht mehr erfüllbar – ein Bärendienst für den gesundheitlichen Verbraucherschutz “, so Fleischer weiter.

Der ZVG wiederholt seine Forderung an die Politik, sich ausschließlich von wissenschaftlichen Erkenntnissen der zuständigen Bewertungsbehörden leiten zu lassen.(Quelle: Zentralverband Gartenbau e.V.)

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