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Produktivität und Nachhaltigkeit im Topfpflanzenanbau

EIP-Projekt für Anbau und Vermarktung von nachhaltigen Topfpflanzen in NRW gestartet

Diskussionen um Rückstände von Pflanzenschutz, Nachhaltigkeitszertifikate als Liefervoraussetzung im Handel und der Trend zur Nachhaltigkeit bei Verbrauchern zwingen Zierpflanzenbetriebe in NRW ihre Produktionsweise zu überdenken, um sich auch in Zukunft die Position als wichtigstes Anbaugebiet und bedeutender Wirtschaftsfaktor zu sichern.

Die Arbeitsgemeinschaft Nachhaltiger Topfpflanzenanbau NRW hat sich diese Aufgabe auf die Fahne geschrieben und entwickelt in den nächsten drei Jahren eine Nachhaltigkeitsstrategie für den Topfpflanzenanbau in NRW. „Von den Getriebenen zu Handelnden werden. Die erste Initiative einer ganzheitlichen Analyse und Umsetzung von Nachhaltigkeit im Gartenbau.“ fasst der Projektleiter Markus Baumgärtner, das EU-finanzierte Projekt zusammen.

Die Partner des neuen EIP-Projektes entwickeln in den nächsten drei Jahren eine Strategie für den Anbau und die Vermarktung von nachhaltigen Topfpflanzen in NRW. (Foto: GMH)

Die Arbeitsgemeinschaft Nachhaltiger Topfpflanzenanbau NRW, ein Zusammenschluss der Partner „Nachhaltige Zierpflanzenproduktion e.V.“, „Hochschule Rhein-Waal“, „Landwirtschaftskammer NRW“ und „Das Grüne Medienhaus (GMH)“, entwickelt gemeinsam mit dreizehn Gartenbaubetrieben und zwei Pflanzenhändlern am Niederrhein eine ressourcenschonende und nachhaltige Anbaumethode für Topfpflanzen-Produktionsbetriebe unter Berücksichtigung der Verbraucherinteressen.

Dreizehn Produktionsbetriebe und zwei Handelspartner aus NRW sind in dem neuen EIP-Projekt eingebunden und gewährleisten einen hohen Praxisbezug. (Foto: GMH)

In einem ersten Schritt wird der Status quo in den dreizehn Betrieben analysiert. Aus den Ergebnissen werden dann allgemeingültige Handlungsfelder herausgearbeitet und für die Betreibe individuelle Lösungen entwickelt. Gleichzeitig wird zur Absicherung der Erkenntnisse das Versuchswesen in den Betrieben und im Versuchszentrum Gartenbau der Landwirtschaftskammer in Straelen forciert. Zuletzt werden die Unternehmen in der Lage sein, eigenständige Nachhaltigkeitsanalysen durchzuführen, um sich kontinuierlich und zielgerichtet zu verbessern. Die dreizehn Gartenbaubetriebe zum Start übernehmen eine Vorreiterrolle. Langfristig wird beabsichtigt den Topfpflanzenbau in NRW auf den Weg zu einer erheblichen nachhaltigeren Produktion zu bringen, um durch die Erschließung neuer Märkte, die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Zukunft des Zierpflanzenbaus zu sichern

Das neue Förderprogramm „Europäische Innovationspartnerschaft Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP-AGRI) ist Teil des „NRW-Programms Ländlicher Raum 2014-2020“, an dessen Finanzierung sich der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) beteiligt. Ziel des Förderprogramms ist es, mit „weniger mehr zu produzieren“ und damit ein andere und artgerechtere Landwirtschaft zu fördern.

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