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Praktiker AG: Refinanzierungsvolumen in großen Teilen gesichert

 

 

Praktiker erhält Finanzmittel in Höhe von 40 Millionen Euro sowie verbindliche Zusagen über weitere 20 Millionen Euro
• Gespräche über zusätzliches Darlehen in Höhe von 15 Millionen Euro sollen in Kürze finalisiert werden
• Hausbanken verlängern Kreditvereinbarung für das operative Geschäft
• Warenkreditversicherer sind bereit, die operative Restrukturierung durch Versicherungszusagen zu unterstützen

Die Verhandlungen über die Fremdfinanzierung der Restrukturierung und der Neuausrichtung der Praktiker AG sind seit dem 02.10.2012 in zentralen Teilen erfolgreich abgeschlossen worden.

Insbesondere wurde der zwischen der Gesellschaft und einer von der österreichischen Privatbank Semper Constantia beratenen Investorengruppe geschlossene Vertrag über die Gewährung eines besicherten Darlehens in Höhe von 40 Millionen Euro erfolgreich vollzogen.

Zudem liegt Praktiker die verbindliche Zusage eines Kreditinstituts vor, nach erfolgreicher Durchführung der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 4. Juli 2012 beschlossenen Kapitalerhöhung zusätzliche Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro zu gewähren. Da hierdurch wesentliche Finanzierungsmittel gesichert sind, ist die bestehende Kreditlinie unter Federführung der Commerzbank in Höhe von 40 Millionen Euro auf drei Jahre verlängert worden.

Die Warenkreditversicherer der Gesellschaft sind schließlich bereit, den Restrukturierungsprozess durch entsprechende Limitzusagen gegenüber Lieferanten zu unterstützen. Letzter Baustein des Fremdfinanzierungspakets ist ein weiteres Darlehen in Höhe von 15 Millionen Euro. Die Gesellschaft geht davon aus, auch diese Verhandlungen kurzfristig zum Abschluss bringen zu können.

Mit dieser Paketlösung haben wir den Durchbruch zur Finanzierung unseres Restrukturierungsprogramms weitestgehend geschafft“, betonte Dr. Kay Hafner, Vorsitzender des Vorstands der Praktiker AG. „Weil der Abstimmungsbedarf zwischen den verschiedenen Finanzierungsparteien recht komplex war, haben wir etwas mehr Zeit gebraucht als zunächst erwartet. Aber jetzt haben alle Beteiligten ihren in den Verhandlungen bezeugten Willen zur Kooperation bestätigt.

Für uns ist das ein klares Zeichen, dass sie an den Turnaround des Unternehmens glauben, unser Restrukturierungsprogramm voll und ganz unterstützen und es auch weiter begleiten werden. Das gibt uns Sicherheit und Stabilität. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch die Verträge über die weiteren 15 Millionen Euro kurzfristig schließen und uns dann voll und ganz auf die Neuausrichtung unseres Geschäftsmodells konzentrieren und es zügig vorantreiben können.“

Das Darlehen, das ursprünglich von einer internationalen Fondsgesellschaft zur Verfügung gestellt werden sollte, ist Dreh- und Angelpunkt des gesamten Konzepts zur Finanzierung der Restrukturierung des Konzerns. Mit den durch Unterstützung der Semper Constantia zugesagten Investorengeldern kann die Finanzierung für Praktiker deutlich günstiger gestaltet werden.

Zum Abschluss mit den österreichischen Investoren erklärte Finanzvorstand Markus Schürholz:

„Das Darlehensvolumen ist zwar etwas geringer als ursprünglich angestrebt. Aber dafür sind die Konditionen, auf die wir uns mit Semper Constantia einigen konnten, in der Gesamtbetrachtung günstiger als das, was wir an die internationale Fondsgesellschaft hätten leisten müssen.“
Das Darlehen der Investorengruppe von Semper Constantia wird heute ausgezahlt. Zusätzliche Finanzmittel in Höhe von 15 Millionen Euro sollen kurzfristig realisiert werden. Weitere 20 Millionen Euro stehen nach erfolgreicher Kapitalerhöhung zur Verfügung. „Ich bin zuversichtlich, dass wir auch die nun anstehende Kapitalerhöhung erfolgreich bewältigen werden“, so Schürholz, „mit ihr kann die Restrukturierung unseres Unternehmens planmäßig weiter umgesetzt werden.“

Unterdessen kommt die operative Umsetzung der Neuausrichtung des Praktiker Konzerns zügig voran. Die erste Welle der Umstellung von Praktiker-Standorten auf die ertragsstarke Marke Max Bahr läuft derzeit, die Neueröffnung der ersten sieben Märkte fand am 27. September statt.

Die zweite Welle mit ebenfalls sieben Marktumstellungen folgt in wenigen Wochen. Gleichzeitig werden die Arbeiten am Prototyp eines neuen Praktiker-Marktes forciert, der Rollout neuer Serviceelemente bei Max Bahr fortgesetzt und die notwendigen Verhandlungen zur Einbindung der Lieferanten in die Konzeptarbeit aufgenommen. Im Oktober findet schließlich der Aufbau der neuen Konzernzentrale in Hamburg seinen Abschluss.

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