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Multichannel-Handel: Weiterhin starkes Wachstum – Stationäres Standbein wichtig

Der Online-Handel boomt und wächst. Der E-Commerce-Markt ist im Vergleich zum Vorjahr in Deutschland insgesamt um 12 Prozent auf 25,4 Mrd. Euro angewachsen.

Die Marktkonzentration der 10 umsatzstärksten Händler hat ebenfalls leicht zugenommen, sie generieren mit 32 Prozent nahezu ein Drittel der Marktumsätze.

Die 500 stärksten Händler sind mit 22,2 Mrd. Euro Umsatz nahezu so stark wie der gesamte Markt im Vorjahr.

Allein die beiden größten Onlineshops in Deutschland, Amazon.de und Otto.de, erwirtschafteten 2011 zusammen fast 5 Mrd. Euro.

Bezogen auf Produktsegmente liegen die Generalisten Händler, die Produkte in mindestens 5 Segmenten anbieten vorn, sie erwirtschafteten mit 9,3 Mrd. Euro Umsatz rund 37 Prozent des Gesamtumsatzes.

Immer mehr Händler bauen deshalb ihr Angebot im Internet und für Smartphones aus.

„Angesichts der Euphorie für den Online-Handel sollte aber der stationäre Handel nicht unterschätzt werden. Denn die Zukunft liegt in der intelligenten Verknüpfung aller Kanäle im Multichannel-Handel.

Viele ursprünglich reine Online-Händler haben das erkannt und haben mittlerweile stationäre Shops eröffnet“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp.

Beispiele seien Zalando in Berlin oder notebooksbilliger in München.

„Die Händler müssen auf allen Kanälen für ihre Kunden da sein. Dazu gehört eben auch ein stationäres Angebot. Viele Kunden wollen die Ware nach wie vor anfassen können“, so Tromp weiter.

Die Offline-Präsenz gebe außerdem den Unternehmen die Gelegenheit, ihre Marke zu stärken und die Bekanntheit weiter auszubauen. Tromp: „Kurz gesagt: Die Mischung muss stimmen – erfolgreiche Händler setzen auf alle Kanäle.“

Soziale Medien gehören unterdessen bei den meisten Onlinehändlern wie selbstverständlich ebenfalls zum Portfolio der Kommunikation mit Kunden.

Am beliebtesten ist hier nach wie vor Facebook, das seine Führungsrolle mit 78 Prozent (Vorjahr 52 Prozent) weiter ausbauen konnte.

Eine deutliche Steigerung ist auch bei anderen Kanälen zu erkennen, gut die Hälfte verfügt über einen Twitter-Account (Vorjahr 30 Prozent) und 46 Prozent nutzen einen eigenen Kanal bei YouTube (Vorjahr 11 Prozent).

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