Permalink

0

Kaisers Tengelmann gerettet

kaisers-tengelmannErfolgreiches Ende der Schlichtung bei Kaisers Tengelmann – Keine Zerschlagung – 15.000 Arbeitsplätze gesichert.

Die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und dem Vorsitzenden der Dienstleistungsgewerkschaft verdi, Frank Bsirske, eingeleitete Schlichtung zur Rettung der rund 15.000 Arbeitsplätze beim Einzelhandelsunternehmen Kaisers Tengelmann ist erfolgreich abgeschlossen worden.Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (rechts) und der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft verdi, Frank Bsirske (links) Foto: © BMWi/Susanne Eriksson

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (rechts) und der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft verdi, Frank Bsirske (links) Foto: © BMWi/Susanne Eriksson

„15.000 Verkäuferinnen, Fleischer, Lagerarbeiter, Fahrer, Verwaltungsmitarbeiter und alle anderen Mitarbeiter von Kaisers Tengelmann können Weihnachten ohne Angst um ihren Arbeitsplatz feiern. Ich bin sehr froh, dass die mit der Ministererlaubnis zur Fusion mit Edeka verbundene Arbeitsplatzgarantie für insgesamt 7 Jahre (5 plus 2) nun gesichert ist. Ich bin den beiden Schlichtern Gerhard Schröder und Bert Rürup (beide SPD) außerordentlich dankbar für dieses Ergebnis.“

Ebenso dankte Gabriel den beteiligten Unternehmensvertretern Markus Mosa (Edeka), Alain Caparros (Rewe) und Karl-Erivan Haub (KT) für ihren Einsatz und ihre Kompromissbereitschaft.

„Ohne ihr Verantwortungsbewusstsein für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kaisers Tengelmann wäre dieser gute Ausgang nicht möglich gewesen“, erklärte der Bundeswirtschaftsminister.

Der SPD-Politiker nannte es „ein wichtiges Signal in diesen aufgeregten Zeiten, dass unsere soziale Marktwirtschaft funktioniert und trotz aller wirtschaftlichen Interessen die normalen Menschen nicht unter die Räder geraten.“ Die Mühe und der politische Ärger habe sich mehr als gelohnt.

Wie in der von Gabriel im Frühjahr erteilten Ministererlaubnis vorgesehen, kann das Unternehmen an den Wettbewerber Edeka verkauft werden.

Ein durch die Schlichter verhandelter Interessenausgleich bildet dafür die Grundlage. Die konkreten finanziellen Bedingungen dafür werden außerhalb des Schlichtungsprozesses zwischen den Unternehmen bis zum Wochenende ausverhandelt, um bis zum 11. November auch die letzte verbliebene Klage von REWE gegen den Zusammenschluss zurück zu nehmen. Die beiden anderen Kläger Norma und Markant hatten ihre Klagen bereits in den letzten Wochen zurückgenommen.

Kommentare sind geschlossen.