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IVG Medientag 2016: Rekordzahlen für das Gartenjahr 2015

IVGMehr als 100 Journalisten und ca. 40 Austeller, sowie Interessenvertreter der Verbände trafen sich heute, am 11. Februar 2016 zum 15. IVG-Medientag in der Kölnmesse. Insgesamt konnte der IVG mehr als 240 Besucher begrüßen.

Im Rahmen der Veranstaltung präsentierte Marktexperte Klaus Peter Teipel, klaus peter teipel research & consulting, die aktuellen Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Grünen Branche im vergangenen Geschäftsjahr.

Sein Fazit: „Besser als erwartet“. Denn mit einem Wachstum von 1,5 Prozent kann die Gartenindustrie angesichts der zuvor eher verhaltenen Erwartungen auf ein zufriedenstellendes Ergebnis zurückblicken. Das Gesamtvolumen des Marktes liegt damit bei einem neuen Rekordwert von 18,3 Milliarden Euro.IVG Medientag, Eingang Nord

Klaus Peter Teipel stellt die Zahlen aus dem Gartenbereich für 2015 vor und wagt eine Prognose für das Jahr 2016 (Foto: Koelnmesse)

Umsatzplus in fast allen Warengruppen
Bis auf das Segment „Lebendes Grün Indoor“ konnten alle Warengruppen das vergangene Jahr mit einem Umsatzwachstum abschließen. Allen voran die Bereiche „Garten- und Balkonmöbel“ (plus 4,3 Prozent), „Gartenausstattung, Holz im Garten und Wasser im Garten“ (plus 2,9 Prozent) sowie „Gartengeräte“ (plus 2,6 Prozent). Bei den Vertriebswegen hatten 2015 der Möbelhandel (plus 10,1 Prozent) und die Internet Pure Player gemeinsam mit den Online-Spezialisten aus dem Versandhandelsbereich (plus 11,4 Prozent) hinsichtlich der Wachstumsraten die Nase vorn. Den Bau- und Heimwerkermärkten gelang es, mit einem Plus von 4,2 Prozent bei den Gartenhartwaren einen wichtigen Teil des verloren gegangenen Terrains zurückzugewinnen

Teipel prognostiziert neuen Rekordwert für 2016
Etwas verhaltener beurteilt Teipel die Prognose für die bevorstehende Gartensaison: So rechnet er – unter Ausschluss von nicht vorhersehbaren witterungsbedingten Einflüssen und unter Annahme einer guten gesamtkonjunkturellen Lage sowie annähernd vergleichbaren Preisentwicklungen – mit einem leichten Plus für 2016. Ebenso wenig wie das Wetter ist derzeit allerdings das Verbraucherverhalten prognostizierbar; Angst und Unsicherheit könnten die Ausgabenbereitschaft der Konsumenten hemmen. Ohne Berücksichtigung dieser „Sondereinflüsse“ beziffert sich die Prognose des Experten auf einen Umsatzzuwachs von 0,7 Prozent. Das würde bedeuten, der Rekordwert aus 2015 stiege weiter an und beliefe sich im laufenden Jahr auf 18,5 Milliarden Euro.

Auch E-Commerce wächst weiter
Auch für die Vertriebswege gab Teipel eine vorsichtige Prognose ab: Demnach werden Möbelhandel, Internet Pure Player und Online-Versender weiterhin überdurchschnittlich stark wachsen. Ebenfalls über dem Durchschnitt sieht der Experte weiterhin die Baumärkte, Fachgartencenter und den Lebensmitteleinzelhandel. Weniger gute Perspektiven sieht er für Baumschulen, den Baustoff- und Holzhandel sowie für Einzelhandelsgärtnereien und Blumenfachgeschäfte. Das E-Commerce-Geschäft im Gartenbereich wird sich hingegen weiterhin auf einem hohen Wachstumsniveau bewegen, auch wenn – zumindest derzeit – nicht von einer zweistelligen Rate auszugehen ist.

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