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IVG Forum Gartenmarkt stellt den Konsumenten in den Fokus

IVG-logo-forum-gartenmarktAm gestrigen 27. Oktober 2016 stand im Mainzer Atrium Hotel alles im Zeichen der Grünen Branche. Das Who-is-Who aus Handel, Industrie und Medien traf sich in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt zum 7. IVG Forum Gartenmarkt.

Der Industrieverband Garten (IVG) lud seine rund 200 Gäste in diesem Jahr ein auf eine Reise in die Köpfe der Konsumenten: Sechs Referenten widmeten sich in ihren Vorträgen dem Motto „Wünsche, Werte, Wirklichkeit – so tickt unsere Zielgruppe“. Die Moderation übernahm Verbandsgeschäftsführer Johannes Welsch, der die Veranstaltung als vollen Erfolg verbuchte: „Wir freuen uns über die Zahl der Besucher, die nicht nur quantitativ überzeugt, sondern auch qualitativ.“

ivg_forum_gartenmarkt_2016Der IVG konnte rund 200 Gäste auf seinem 7. Forum Gartenmarkt im Atrium Hotel Mainz begrüßen. (Foto: IVG) 

In den Tag startete Susanne Eckes vom Zukunftsinstitut mit einem Vortrag zum Thema „Megatrends – Tiefenströmungen des Wandels“. Die Zukunftsforscherin und Marketingexpertin stellte die Einflüsse vor, die Megatrends wie Gesundheit und Demografischer Wandel auf unsere Gesellschaft haben und wie diese unsere Zielgruppen beeinflussen. Darüber hinaus zog sie eine Verbindung zum Grünen Markt und stellte dar, mit welchen Auswirkungen unsere Branche langfristig zu rechnen hat. Welchen Stellenwert Megatrends für die Menschheit haben, fasst Eckes in zwei Sätzen zusammen: „Megatrends sind Lawinen in Zeitlupe. Sie verändern unsere gesamte gesellschaftliche Welt – durchdringend und langfristig.“

Der zweite Vortrag des Tages trug den Titel „Generation Y – Wer wir sind und was wir wollen“ und befasste sich mit den Wünschen und Werten der Digital Natives, den Gartenbesitzern von Morgen. Philipp Riederle kennt diese von ihm präsentierte Zielgruppe besonders gut, denn er ist einer von ihnen – mit gerade einmal 22 Jahren hat er bereits als Berater für mehr als 200 namhafte Unternehmen gearbeitet und wurde 2014 von der Bundesregierung als „führender digitaler Kopf“ ausgezeichnet. Er entdeckte seine Begeisterung für technische Themen früh und setzte sich intensiv mit den Chancen und Risiken des Internets auseinander. Seine Erfahrungen teilte er beim IVG Forum Gartenmarkt mit den Besuchern. Für den Veranstalter steht fest: „Keiner kann die Befindlichkeiten einer Generation, die wir so wenig kennen, verständlicher formulieren als Philipp Riederle. Er schafft es mit einer unvergleichlichen Leichtigkeit, ein Publikum für sich zu begeistern“, so Welsch.

Dritter Referent des Tages war Detlef Riesche, Vorsitzender der Geschäftsführung der toom Baumarkt GmbH. Sein Vortrag trug den Titel „Nachhaltigkeit als strategischer Erfolgsfaktor“ – ein Thema, das unsere Zielgruppe und unsere Branche bereits seit einigen Jahren beschäftigt: Betrachtet man den Markt, so lässt sich feststellen, dass viele Unternehmen verschiedene Nachhaltigkeitsstrategien verfolgen, um sich Vorteile gegenüber Wettbewerbern zu verschaffen. Riesche stellte beim IVG Forum Gartenmarkt die Ausrichtung seiner Unternehmensgruppe vor und ging dabei auf die Zielsetzungen und Hintergründe ein. Sein Resümee: „Um mit nachhaltigem Handeln erfolgreich zu sein, agieren wir proaktiv auf der Grundlage eines nachvollziehbaren Wertegerüsts, statt uns von anderen Stakeholdern lediglich inhaltlich treiben zu lassen“.

Etwas technischer ging es beim nächsten Referenten zu. Professor Jürgen Goos, Diplom-Designer und Inhaber der Cognito GbR, stellte sich der Frage, inwiefern das Design unserer Produkte auch Einfluss auf unsere Zielgruppe hat. In seinem Vortrag unter dem Titel „Design oder wie kommt das Neue in die Welt“ stellte er generalistische Designstrategien für nutzerorientierte Produkte vor: „Design ist mehr als die Form der Dinge, die uns attraktiv, nützlich, funktional oder auch hässlich erscheint. Design ist vielmehr das, was das Produkt mit uns macht, wie es unser Handeln, unsere Kommunikation und unseren Alltag beeinflusst“, so Goos, der sich dabei auf ein Zitat des Schweizer Soziologen Lucius Burckhardt berief. Neben seiner Tätigkeit als Selbstständiger Designer ist Goos seit 2002 als Professor für Industrial Design an der Hochschule Pforzheim tätig.

Der dann folgende Vortrag widmete sich voll und ganz dem Thema „Gesundheit“. Dieses neue Bewusstsein für ein Gleichgewicht zwischen Körper und Geist beschäftigt unsere Gesellschaft ebenso sehr wie der Trend zur Nachhaltigkeit. Unter dem Titel „Der Garten wird schöner, der Mensch fitter?“ stellte der Diplom-Sportwissenschaftler Boris Feodoroff die gesundheitlichen Auswirkungen von Gartenarbeit als Ergebnis einer neuen Studie vor. Der wissenschaftliche Mitarbeiter im Zentrum für Gesundheit und Bewegung an der Deutschen Sporthochschule Köln berief sich in seinem Resümee auf ein Zitat von Sebastian Kneipp: „Wer sich keine Zeit für Gesundheit nimmt, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen.“

Letzter Referent des Tages war Manfred Lütz. Der Bestseller-Autor, Kabarettist und Psychotherapeut gab unter dem Titel „Wie Sie unvermeidlich glücklich werden – mit oder ohne Garten“ einen Einblick in sein gleichnamiges Buch, welches sich auf unterhaltsame Weise mit der Philosophie des Glücks beschäftigt, sich allerdings deutlich von klassischen Glücksratgebern unterscheidet und dabei einen ganz eigenen, psychologisch untermauerten Ansatz verfolgt. „Wir sind uns schon lange sicher, dass der Garten und die Arbeit darin unsere Gesellschaft glücklicher macht – Herr Lütz hat dies in seinem Vortrag auf eine sehr unterhaltsame Art bestätigt“, so Welsch.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Verband Deutscher Gartencenter (VDG) und dem Bundesverband Einzelhandelsgärtner (BVE) im Zentralverband Gartenbau statt.

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