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Griechenland und kein Ende

Griechenland FahneSimon meint:

Aktuell ist das Thema „Griechenland“ in aller Munde. Den neuen Repräsentanten der Griechen ist jedes Mittel recht, um unsere Solidarität zu erzwingen und an finanzielle Mittel zu kommen.

Jeden Tag kommen neue Weisheiten und unerträgliche Anschuldigungen aus dem Land der Hellenen bei uns an.
Fakt ist, dass die neue griechische Regierung im Wahlkampf unerfüllbare Versprechungen gemacht hat. Um von eigenen Fehlern und Defiziten abzulenken, werden nun die alten Klischees, welche uns Deutschen anhaften, wieder aus der Kiste geholt und schon stehen wir als Deutsche wieder am Pranger. Siebzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit all seinen unbestrittenen Gräueltaten sollten auch die Griechen anerkennen, dass sich in Deutschland eine zuverlässige und stabile Demokratie entwickelt hat. Gemeinsam mit vielen weiteren europäischen Ländern beabsichtigen wir sehr ernsthaft, ein stabiles Europa zu errichten.
Es ist zudem eine Tatsache, dass Griechenland sich seinerzeit mit falschen Angaben die Mitgliedschaft zum Euro ergaunert hat. Das Land hat danach jahrelang weit über seine wirtschaftlichen Verhältnisse gelebt. Es türmte sich ein wahnsinniger Schuldenberg auf, der nun kaum noch zu kontrollieren ist. Eine Tilgung ist fast unmöglich, weshalb immer öfter vom Schuldenschnitt die Rede ist.

Um den Griechen unter die Arme zu greifen, haben die Länder der Eurogruppe Solidarität gezeigt und der Regierung in Athen mit ständig neuen Krediten geholfen. Heute hört man immer wieder, dass dieses Geld nicht bei den Menschen, sondern bei den Banken landen würde. Dabei wird immer vergessen zu sagen, dass ohne die Zahlungen an die Finanzinstitute in Athen, das griechische Bankensystem schon längst zusammengebrochen wäre. Wenn dieser Fall eingetreten wäre, hätten wir heute dort noch schwierigere soziale Verhältnisse.
Athen sollte zunächst im eigenen Staat aufräumen und ein ordentliches Steuersystem installieren, sowie seine vermögenden Mitbürger zur Kasse bitten.

Unabhängig davon wie man zu Frau Merkel oder Herrn Schäuble steht und welcher Couleur man sich zugehörig fühlt, es handelt sich bei diesen Personen um von den Deutschen gewählte Repräsentanten. Wenn diese nun in Griechenland auf Plakaten und Fahnen mit Nazi-Symbolen und Hitlerbärtchen zur Schau getragen werden, so ist dies auch ein Angriff auf uns Deutsche, den wir so nicht einfach akzeptieren sollten. Wenn darüber hinaus ein griechisches Regierungsmitglied uns damit droht, Flüchtlinge inklusive möglicher IS-Terroristen nach Berlin zu schicken, so ist das Maß des erträglichen weit überschritten.

Hinzu kommt noch, dass es der neue „smarte“ Finanzminister  mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, wie man am vergangenen Wochenende in Bezug auf die „Stinkefingergeste“ bei Günter Jauch beobachten konnte.

Unserem Finanzminister Wolfgang Schäuble platzt an jedem zweiten Tag verständlicherweise der Kragen, ob der täglichen Behauptungen und Feststellungen welche aus Athen nach Deutschland herüberschwappen. Er hat den Auftrag unsere Steuergelder zum Wohle des Staates zu verwenden. Bei diesen Gesprächspartnern aus Griechenland, die jeden Tag mit Verdrehungen der Tatsachen versuchen sich aus Ihrer misslichen Situation zu befreien, ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit kaum möglich. Jeder, der im Geschäftsleben eine Verhandlung führt, kommt nur dann zum Abschluss, wenn gegenseitiges Vertrauen vorhanden ist. Vertrauen hingegegen scheint für die Mitglieder der neuen griechischen Regierung ein Fremdwort zu sein.

Die Leidtragenden sind die griechischen Menschen, denen zunehmend die wirtschaftliche Basis entzogen und sogar eine akzeptable medizinische Versorgung vorenthalten wird. Sie sind aus verständlichen Gründen sehr unzufrieden mit den derzeitigen Verhältnissen. Für diesen Zustand können die Griechen aber weder die Institutionen (Troika) noch die Politiker der anderen europäischen Staaten verantwortlich machen. Das haben die verschiedenen Regierungen in Griechenland in den vergangenen Jahren selbst herbeigeführt.

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