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FloraHolland: Steigende Preise bei geringeren Mengen

floraholland-LogoDer Umsatz der Royal FloraHolland entwickelt sich weiterhin positiv. Im Zeitraum vom 12. September bis 9. Oktober 2016 (10. Periode) stieg der Umsatz um 4 Prozent.

Diese Umsatzsteigerung geht fast vollständig auf das Konto verbesserter Preise. Der Durchschnittspreis aller Artikel stieg um 5,6 Prozent. Dieser Durchschnittspreis wurde in der Geschichte der Royal FloraHolland noch nie in der 10. Periode erzielt. Dieses hohe Preisniveau bezieht sich also nicht nur auf eine bestimmte Produktgruppen, sondern auf das gesamte Sortiment, also sowohl auf  Schnittblumen, Zimmerpflanzen und Gartenpflanzen.floraholland_umsatz-periode-2014_2016

Höchster Durchschnittspreis aller Zeiten

Schon seit Mai 2016 sind die Preise höher. Auffällig ist dabei, dass der Durchschnittspreis in den einzelnen Perioden jedes Mal der höchste Durchschnittspreis ist, welcher in der Geschichte der Royal FloraHolland jemals in der betreffenden Periode erzielt wurde. Gleichzeitig ist die Anlieferung seit Mai auf einem historischen Tiefstand. Die etwas bessere Nachfrage aufgrund des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs und ein etwas geringeres Angebot in den Niederlanden haben die Preisbildung positiv beeinflusst.

Die Anliefermengen gingen in der 10. Periode um 1,5 % zurück. Der Mengenrückgang wird fast vollständig durch Schnittrosen verursacht. Die Anlieferung dieses Produkts ging um über 9 % zurück, was 20 Millionen Stielen entsprach.

Die kumulierte Umsatzsteigerung lag bei 4 %. Da man 2016 drei Auktionstage weniger hat, wird dies in der 52. KW noch etwas nach unten gehen. Ein Umsatzwachstum von etwa 3 % sei zum Jahresende jedoch zu erwarten.

Direkthandel gewinnt weiter an Bedeutung

Bei den Schnittblumen stieg der Anteil des Direkthandels um 2 Prozentpunkte auf 30,3 %. Bei den Verhältnissen zwischen den einzelnen Produkten gab es keine großen Änderungen. Gerbera und Lilien haben weiterhin einen hohen Anteil, Rosen und Chrysanthemen liegen in der Mitte und Hortensien und Zantedeschia niedrig. Aber auch bei den beiden Letzteren nimmt die Bedeutung des Direkthandels zu.

Bei den Zimmerpflanzen beobachtete man einen Anstieg von 1,8 Prozentpunkte auf 76,8 %/ Hier liegen alle Produkte bereits hoch. Bei dem einen Produkt steigt der Anteil etwas schneller als bei dem anderen, doch insgesamt gibt es kaum Produkte, deren Anteil zurückbleibt.

Bei den Gartenpflanzen stieg der Anteil des Direkthandels um 4,5 Prozentpunkte auf 58,8 %. Damit liegen die Gartenpflanzen zwischen den Schnittblumen und den Zimmerpflanzen, sie holen jedoch im Verhältnis zu den Zimmerpflanzen immer mehr auf.

Entwicklung des Exports nach Großbritannien weiterhin interessant

Beim Erstellen dieses Artikels waren die Exportzahlen des Monats September noch nicht bekannt, sodass die Exportentwicklungen nicht berücksichtigt werden konnten. Es ist jedoch interessant, sich den Export nach Großbritannien anzusehen. Im Juni und Juli 2016 war der Export von Blumen und Pflanzen nach Großbritannien stark rückläufig. Im August stabilisierte sich der Export auf dem Stand von 2015. FloraHolland ist gespannt, wie sich der Export jetzt entwickeln wird, da das Pfund im Verhältnis zum Euro billiger wurde, was den Import von Blumen aus den Niederlanden entsprechend verteuert.

Schnittblumenumsatz steigt um fast 4 %

Die Anlieferung nahm um 1,6 % ab, das durchschnittliche Preisniveau stieg um 5,4 %. Vor allem die Anlieferung von Rosen war mit 9 % Rückgang erheblich niedriger. Dies trug dazu bei, dass der Durchschnittspreis von Rosen um 16 % stieg. Die Stückzahl von Lisianthus stieg um 11 %, der Durchschnittspreis blieb auf gleichen Niveau.

Zimmerpflanzenumsatz wächst um 4 %

Bei den Zimmerpflanzen stieg der Umsatz ebenfalls um 4 %. Hier stieg  sowohl der Durchschnittspreis wie auch die Anlieferung um 2 %. Die Mengen von Phalaenopsis stiegen  um 2%, doch hier sank der Durchschnittspreis um 3 %. Bei Topfchrysanthemen stieg die Anlieferung um 12 % und trotz dieser größeren Menge stieg der Durchschnittspreis um 6 %.

Gartenpflanzenumsatz stieg um über 5 %

Die Stückzahl ging um 6 % zurück und der Durchschnittspreis lag um 13 % höher als vor einem Jahr. Fast auf der gesamten Linie stieg das Preisniveau stark an. So stieg der Durchschnittspreis von Calluna um 18 % bei einer Anlieferung, die 3 % unter der von 2015 lag. Bei Buxus stieg der Durchschnittspreis selbst um 28 %. Die Anlieferung dieses Produkts ging jedoch um 26 % zurück.

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