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Energie ohne Grenzen: Nach der Kooperation ist vor der Kooperation

 

 

 

Grenzüberschreitend für erneuerbare Energien

Knapp drei Jahre haben sich Städte und Gemeinden dies- und jenseits der deutsch-niederländischen Grenze gemeinsam dem Potenzial erneuerbarer Energien für die Region gewidmet.

Das Ergebnis der Zusammenarbeit: viele neue Erkenntnisse und konkrete Handlungsempfehlungen für den Einsatz regenerativer Energien vor Ort.

Jetzt lief das grenzüberschreitende Interreg-IV-Projekt „Energie ohne Grenzen“ aus.

Doch nach der Kooperation ist vor der Kooperation: auch zukünftig wollen die Projektpartner weiter zusammenarbeiten.

Dazu unterzeichneten nun Gelderns Bürgermeister Ulrich Janssen, Straelens Bürgermeister Jörg Langemeyer und die Beigeordneten der niederländischen Gemeinden Peel en Maas, Venray und Venlo, Geert Segers, Lucien Peeters und Jos van Teeuwen, eine Kooperationsvereinbarung.

Auf deren Basis sollen die konkret begonnenen Projekte von „Energie ohne Grenzen“ weiter umgesetzt werden. So war im Rahmen von „Energie ohne Grenzen“ etwa eine Studie entstanden, die das Potenzial erneuerbarer Energien für die Versorgung der Grenzregion zwischen Geldern, Straelen und Venlo mit Strom und Wärme untersuchte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Besichtigten vor der Unterzeichnung der Vereinbarung das Nierspark-Projekt in Geldern: Die zukünftigen Kooperationspartner (auf dem Foto fehlt: Bürgermeister Langemeyer)“

Energie aus Holz und Reststoffen

Zukünftig wollen die Kooperationspartner die konkreten Ansätze aus dieser Studie aktiv weiterverfolgen. Dazu zählt beispielsweise die zukünftige Energieversorgung im Gartenbau oder die Verwendung von Holz und biogenen Reststoffen für die Energiegewinnung.

In diesen Bereichen sollen insbesondere weitergehende Analysen für deren Nutzungsbedingungen vor Ort erstellt werden.

Zudem wollen die Netzwerker zukünftig auch weitere relevante Akteure aus dem Agrobusiness, der Forstwirtschaft oder der Lebensmittelverarbeitung einbinden.

„Wir haben gezeigt, dass ein nachhaltiges Energie- und Ressourcenmanagement in der Region nur dann erfolgreich sein kann, wenn wir in der Breite das Wissen und die Ideen der vielfältigen Energie-Akteure in den Unternehmen und den Kommunen dies- und jenseits der Grenze vereinen“, betont Tim van Hees von der Stadt Geldern.

Darüber hinaus steht der grenzüberschreitende Austausch von Wissen und Praxiserfahrungen mit erneuerbaren Energien auf kommunaler Ebene im Fokus.

Deshalb ist ein regelmäßig stattfindender Runder Tisch ebenso geplant wie Praxisexkursionen zu Unternehmen und Gemeinden.

Für eine ökologische Zukunft der Region

Seit Projektbeginn im Jahr 2009 hat „Energie ohne Grenzen“ eine nachhaltige Energieversorgung der Grenzregion vorangetrieben.

Neben der Potenzialstudie geschah dies beispielsweise durch die Untersuchung der Wärmeversorgung im Nierspark in Geldern und die Erlangung des Status einer Klimaschutzsiedlung

in Planung nach dem Projekt „100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen“.

Auch die konkreten Ansätze zur Gründung von Energiekooperationen zwischen Unternehmen, Kommunen und Bürgern auf niederländischer Seite sind ein Ergebnis von „Energie ohne Grenzen“.

Mit der Kooperationsvereinbarung haben die Partner nun den Grundstein dafür gelegt, die angestoßenen Projekte auch weiterhin erfolgreich fortzuführen – und so die Zukunft der Region ökologisch nachhaltig mitzugestalten.

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