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Deutsche Baumärkte: Umsatzrückgang im ersten Quartal 2015

BHB Logo+ Baumarkthandel in Deutschland erzielt im 1. Quartal 2015 Gesamtbruttoumsatz von 3,86  Milliarden Euro und muss Umsatzrückgang von 4,2 Prozent hinnehmen

+ Starke Branchenumsätze im Vergleichsquartal 2014, Praktiker-Insolvenz und Märzwetter 2015 beeinflussen aktuelles Quartalsergebnis

+ BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst: „Die aktuelle Bilanz kommt für die Branche im Hinblick auf die besonderen Marktbedingungen im 1. Quartal des Vorjahres 2014 erwartungsgemäß.“

+ Branche bleibt für das Gesamtjahr 2015 optimistisch

Im 1. Quartal 2015 mussten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte eine rückläufige Umsatzentwicklung hinnehmen: In den ersten drei Monaten des Jahres erreichte der Gesamtbruttoumsatz des deutschen Baumarkthandels einen Wert von 3,86 Milliarden Euro und weist damit im Vorjahresvergleich einen Umsatzrückgang von 4,2 Prozent auf. Auf bereinigter Verkaufsfläche mußte man einen Rückgang von 6,3 Prozent feststellen.

Dabei ist das Umsatzergebnis entscheidend auf das starke Vergleichsquartal des Vorjahres 2014, den Marktaustritt der Baumarktgruppe Praktiker/Max Bahr und das Märzwetter 2015 zurückzuführen. Die aktuellen Marktzahlen gab der BHB – Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) heute bekannt.

Ausschlaggebend für das Branchenergebnis nach drei Monaten ist insbesondere das starke Vergleichsquartal des Vorjahres 2014: Hier konnten die Bau- und Heimwerkermärkte einen Umsatz von 4,03 Milliarden Euro und einen Zuwachs von 6,8 Prozent erzielen, dies bedingt durch einen außergewöhnlich milden Winter und frühsommerliche Temperaturen bereits im März – Wachstumstreiber waren hier besonders die Gartensortimente mit durchgängig hohen zweistelligen Zuwachsraten. Hinzu kamen 2014 Ausverkäufe in den Märkten der Baumarktgruppe Praktiker/Max Bahr vor ihrem vollständigen Marktaustritt im März 2014.

Zudem wird das aktuelle Quartalsergebnis maßgeblich durch die Wetterlage im März 2015 beeinflusst: Zwar zeigte sich der Monat insgesamt überdurchschnittlich warm und sonnig. Das starke Wechselspiel von kalten und sehr milden Phasen im Monatsverlauf, Sturmtiefs zum Monatsende und hohe Niederschlagswerte insbesondere an den Wochenenden trübten indes die Konsumstimmung der Baumarktkunden. Insgesamt, so der BHB, liege das aktuelle Umsatzergebnis des 1. Quartals im Vergleich zum Mittelwert der letzten fünf Jahre auf durchschnittlichem Niveau.

Branche für Geschäftsjahr 2015 weiter optimistisch
Für das laufende Geschäftsjahr zeigen sich der Verband und die Branche nach wie vor optimistisch. „Die aktuelle Bilanz nach drei Monaten kommt für die Branche im Hinblick auf die besonderen Marktbedingungen im 1. Quartal des Vorjahres 2014 erwartungsgemäß“, kommentiert BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst das aktuelle Branchenergebnis. „Ungeachtet der aktuellen Zwischenbilanz verdeutlicht aber ein differenzierter Blick auf die Marktentwicklungen, dass es die Unternehmen der Baumarktbranche derzeit schaffen, das zur Zeit in Deutschland nach wie vor gute Konsumklima zu nutzen und mit attraktiven Angeboten die Baumarktkunden vom Leistungsportfolio der Branche zu überzeugen“.

Der Branchenverband hält daher sowie mit Blick auf anstehende Eröffnungen in ehemaligen Praktiker- und Max Bahr-Standorten an der Jahresprognose fest. Hier erwartet der BHB für 2015 ein Umsatzwachstum von flächenbereinigt 1,5 bis 2,5 Prozent. Für die Gesamtbranche sehen die Marktforscher von results4retail, Köln, ein Umsatzwachstum von bis zu 4,1 Prozent als realistisch an, wobei die Prognose allerdings im Lichte der Ungewissheit zu sehen sei, wieviele neue Standorte 2015 wiedereröffnet würden.

Die höchsten absoluten Umsätze im 1. Quartal 2015 erzielten die Bau- und Heimwerkermärkte mit Sanitär- und Heizungswaren (428,4 Mio. Euro), Elektro inklusive Beleuchtung (326,0 Mio. Euro), Bauchemie/Baumaterial (324,5 Mio. Euro), Anstrichmitteln/Malerzubehör (276,7 Mio. Euro) und Werkzeugen/Maschinen/Werkstattausstattung (271,1 Mio. Euro).

Betrachtet man die Sortimentsentwicklung im Vorjahresvergleich, zeigen sich deutliche Umsatzrückgänge bei den Gartensortimenten, dies bedingt durch die starken Vorjahreszahlen: Die Warengruppen Gartenchemie/Erden/Saatgut (minus 17,2 Prozent), Lebendes Grün (minus 13,7 Prozent), Gartenausstattung (minus 10,4 Prozent), Gartengeräte/Be- und Entwässerung (minus 9,0 Prozent) und Gartenmöbel (minus 6,7 Prozent) erzielten sämtlich Umsatzrückgänge, ebenso wie die Warengruppen Freizeit- und Saisonwaren (minus 7,3 Prozent) und Bauchemie/Baumaterial (minus 6,4 Prozent). Die stärksten Zuwächse wiesen die Warengruppen Automotive (plus 6,4 Prozent), Technik/Büro/Unterhaltung (plus 4,9 Prozent), Haushaltswaren und Haushaltsgüter (plus 4,2 Prozent) sowie Elektro inklusive Beleuchtung (plus 2,9 Prozent) auf.

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