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Bienennährgehölze gegen das Bienensterben

Es muss nicht immer gleich die große Lösung sein

Um mit Bienennährgehölzen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Insektenwelt zu leisten, braucht es noch nicht einmal einen großen Garten. Auch auf kleiner Fläche, zum Beispiel im Vorgarten oder sogar auf der Terrasse oder dem Balkon, lässt sich den nützlichen Tieren etwas Gutes tun. Im Sortiment der bienenkundigen Baumschule E. Sander aus Tornesch finden sich auch zahlreiche kleinbleibende, nektarspendende Gehölze.

Kleinbleibende Sorten des bienenfreundlichen Sommerflieders (Buddleja) brauchen wenig Platz und sind auch für eine Kübelbepflanzung geeignet. (Foto: Baumschule Sander, Tornesch)

Bienensterben mit fatalen Folgen

Die Dezimierung der Bienen-Population hat die Gärtner aus dem Kreis Pinneberg dazu veranlasst, einen Sonderkatalog zum Thema Bienennährgehölze zusammen zu stellen. Darin finden sich viele bekannte Arten, die einen wertvollen Beitrag zur Ernährung von Insekten leisten können. Denn neben Schädlingen wie Dickmaulrüssler, Zikaden und Asiatischer Laubholzbockkäfer gibt es auch Kerbtiere, die in jedem Garten erwünscht sein sollten.Allen voran die Bienen, die dramatisch weniger werden. Mit fatalen Folgen: Würden Bienen von der Erde verschwinden, hätten die Menschen nur noch vier Jahre zu leben. „Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr“, sagte einst schon Albert Einstein. Eine Weisheit, die die Gärtner der Baumschule E. Sander ernst nehmen. Wenn die natürliche Bestäubungsleistung weiter sinkt, werden Äpfel irgendwann zum Luxusgut. In einigen Regionen Chinas müssen Bäume bereits von Hand mit Pinseln bestäubt werden. Der Wert der weltweiten Insektenbestäubung wird aktuell auf 285 Milliarden Euro geschätzt. Umso wichtiger ist es, dass sich die grüne Branche hierzulande selbst auf kleinen Flächen – wie bei der Begrünung eines Reihenhausgartens oder einer Terrasse in der Stadt – für das Wohlergehen der nützlichen Insekten einsetzt.

Kleine Blühsträucher für den Kübel

Zur Auswahl stehen zahlreiche kleinwüchsige aber bienenfreundliche Gehölze. Die Baumschule E. Sander empfiehlt Sommerflieder (Buddleja davidii) der Sorte ‘Nanho’. Die Pflanze bleibt klein und ist deshalb auch für eine Kübelbepflanzung geeignet. Die Blütenrispen ziehen nicht nur Schmetterlinge an, sondern werden von Honig- und Wildbienen gleichermaßen aufgesucht. Das gilt auch für die Bartblume (Caryopteris clandonensis), die ebenfalls wenig Platz benötigt und attraktive blaue Blüten bildet. Eine Höhe von maximal zwei Metern erreicht der Liebesperlenstrauch (Callicarpa bodinieri), der mit seinen zahlreichen lila Blüten von Juli bis August gut in kleine Gärten passt.

Mit großen, farbenprächtigen Einzelblüten punktet Hibiskus (Hibiscus syriacus). Egal ob im Topf oder im Gartenboden erfreut der Strauch Menschen und Tier mit einer Hauptblütezeit von Juli bis Oktober, wenn die meisten anderen Gehölze nur noch grün sind. Auch Hortensien (Hydrangea) liefert Futter, wobei Kletter- und Samthortensien (H. petiolaris, H. sargentiana) wertvoller für Honig- und Wildbienen sind, als Fell- und Rispenhortensien (H. aspera, H. paniculata). Auch hier bietet die Baumschule Sander ein attraktives Sortiment für Galabau-Betriebe, Grünflächen- und Planungsämter der Städte und Kommunen sowie Gartenarchitekten.

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