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Baumärkte in der Schweiz bestätigen Vorjahresergebnis knapp

> Baumarkthandel in der Schweiz erzielt im Geschäftsjahr 2016 mit einem Gesamtbruttoumsatz von 2,31 Milliarden Franken geringen Umsatzrückgang von 0,3 Prozent

> Für das Gesamtjahr 2017 erwartet der BHB im Schweizer Baumarkthandel ein geringes Umsatzwachstum von 0,3 Prozent, flächenbereinigt werde das Ergebnis des Jahres 2016 erreicht (Umsatzwachstum 0,0 Prozent)

Die Unternehmen des Schweizer Baumarkthandels haben im Geschäftsjahr 2016 das Branchenergebnis des Vorjahres nahezu bestätigt: Mit einem Gesamtbruttoumsatz von 2,31 Milliarden Franken lag die Branche bei einem Umsatzrückgang von 0,3 Prozent knapp unter dem Ergebnis von 2015. Die Marktzahlen gab der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz am 9. März 2017 in Frankfurt am Main basierend auf aktuellen Marktzahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bekannt.

Schweizer Baumärkte verzeichnen in 2016 einen leichten Umsatzrückgang (Foto:BHB)

Die höchsten Gesamtjahresumsätze erzielten die Bau- und Heimwerkermärkte mit den Gartensortimenten (522,6 Mio. Franken), mit Werkzeugen/Maschinen (189,9 Mio. Franken), Wand/Boden-Sortimenten (Anstrichmittel, Bodenbeläge, Malerzubehör, Wandverkleidung: 187,7 Mio. Franken) sowie mit Bauelementen/Bauchemie/Baumaterial (167,9 Mio. Franken) und Sanitärwaren (131,8 Mio. Franken). Betrachtet man die Sortimentsentwicklung im Vorjahresvergleich, zeigten sich 2016 Umsatzzuwächse im Holz-Sortiment (+1,6 Prozent), bei Sanitär und bei Möbeln (jeweils +1,2 Prozent) und bei Werkzeugen/Maschinen (+0,7 Prozent). Die deutlichsten Umsatzrückgänge musste die Branche in den Sortimenten Automotive (-3,6 Prozent) und bei Bauelementen/Bauchemie/Baumaterial (-2,3 Prozent) hinnehmen.

Insgesamt hat der Schweizer Detailhandel 2016 etwas geringere Umsätze erzielen können als noch im Vorjahr, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) Schweiz mitteilt. Ihrem Markt-Monitor Schweiz 2016 zufolge verlor der Detailhandel ohne Fachhandel gegenüber dem Vorjahr 0,8 Prozent an Umsatzvolumen. Allerdings habe sich damit der Handel vom Abwärtstrend des Jahres 2015 deutlich erholt, so die GfK. Hier waren die Umsätze noch um 1,9 Prozent zurückgegangen.

Dabei betrifft der Umsatzrückgang insbesondere den Non-Food-Handel, der 2016 2,3 Prozent weniger Umsatz erzielte als noch im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr 2017 prognostiziert das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 Prozent in 2017 und von 1,9 Prozent für 2018. Die Entwicklung werde getragen sowohl von der Inlandsnachfrage als auch vom Außenhandel. Damit würde die Schweizer Wirtschaft zwar nicht sehr stark expandieren, aber zu dem soliden Wachstumstempo der Jahre vor der Frankenaufwertung zurückkehren. Auch die Konjunkturaussichten blieben freundlich, betont das SECO, die aktuellen Konjunkturindikatoren deuteten auf eine Wachstumsbeschleunigung hin: Die Konsumentenstimmung sei zwar seit langem auf mittlerem Niveau konstant, doch die Erwartungen der Konsumenten bezüglich der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung hätten sich in der jüngsten Erhebung deutlich verbessert. Die Inlandsnachfrage dürfte sich dabei als bedeutende Wachstumsstütze erweisen. Nach Auffassung des SECO wird sich der private Konsum, 2016 noch leicht hinter den Erwartungen, 2017/18 allmählich festigen.

Eine Erholung des Arbeitsmarkts und eine moderate Reallohnentwicklung könnten die Kaufkraft der Haushalte stärken und so, auch angesichts vorhandener Aufholpotenziale, die Konsumausgaben stützen. Das größte Risiko für die internationale Wirtschaftsentwicklung sieht das SECO in der gestiegenen politischen Unsicherheit: Insbesondere etwaiger Einschränkungen des Freihandels durch eine veränderte Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten und die bevorstehenden Verhandlungen der Briten über einen EU-Austritt könnten eine Abschwächung der europäischen Konjunktur mit entsprechenden Effekten auf die Schweizer Realwirtschaft zur Folge haben.

Mit Blick auf die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geht der BHB unter Abwägung aller Faktoren für 2017 von einem geringen Umsatzwachstum von 0,3 Prozent im Schweizer Baumarkthandel aus. Flächenbereinigt werde er das Ergebnis des Jahres 2016 erreichen können (Umsatzwachstum 0,0 Prozent), so der Branchenverband.

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