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1. Halbjahr 2017: Deutscher Baumarkthandel bleibt erfolgreich auf Kurs

>Baumarkthandel in Deutschland erzielt im 1. Halbjahr 2017 Gesamtbruttoumsatz von 9,59 Milliarden Euro und Umsatzwachstum von 1,6 Prozent

>Im 2. Quartal erwirtschaftet Branche Gesamtbruttoumsatz von 5,55 Milliarden Euro und verzeichnet rückläufige Umsatzentwicklung von 1,1 Prozent

>Branche für das Gesamtjahr 2017 auf Kurs und legt mit aktuellem Zwischenergebnis nach sechs Monaten den Grundstein, die Jahresziele zu erreichen

Der Baumarkthandel in Deutschland hat im 1. Halbjahr 2017 einen Gesamtbruttoumsatz von 9,59 Milliarden Euro erwirtschaftet und damit in den ersten sechs Monaten ein Umsatzwachstum von 1,6 Prozent im Vorjahresvergleich erzielt. (Foto:BHB)

Der Baumarkthandel in Deutschland hat im 1. Halbjahr 2017 einen Gesamtbruttoumsatz von 9,59 Milliarden Euro erwirtschaftet und damit in den ersten sechs Monaten ein Umsatzwachstum von 1,6 Prozent im Vorjahresvergleich erzielt. Dabei ist das umsatzstarke  1. Quartal hauptverantwortlich für die positive Branchenbilanz zur Jahresmitte. Die aktuellen Marktzahlen gab der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) jetzt aktuell bekannt.

Der BHB zieht mit Blick auf das aktuelle Umsatzergebnis zur Jahresmitte ein positives Zwischenfazit. „Nach einem sehr guten Jahresstart mit einem deutlichen Plus von 5,4 Prozent im 1. Quartal hat im 2. Quartal das Wetter gerade in den traditionell umsatzstärksten Monaten April und Mai sowie die im Vorjahresvergleich geringere Zahl von Verkaufstagen die Branchenentwicklung gebremst“, betont BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst. „Trotz dieser widrigen Rahmenbedingungen haben es die Handelsunternehmen zur Jahreshälfte geschafft, in Summe ein Umsatzplus zu erwirtschaften. Das Ergebnis zeigt deutlich, dass sich die Unternehmen der Branche erfolgreich den neuen Herausforderungen der sich verändernden Handelswelt stellen und ihre Geschäftsprozesse und Vertriebskonzepte zum Wohle und Gefallen ihrer Kunden ausrichtet haben. Daher sind wir mit Blick auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres zuversichtlich, unsere selbstgesteckten Jahresziele zu erreichen“, so Wüst.

Hier hatte der BHB zu Jahresbeginn für das Geschäftsjahr 2017 ein Umsatzwachstum von 1,3 Prozent, bei flächenbereinigter Betrachtung ein Umsatzwachstum von 1,0 Prozent prognostiziert. Damit liegt der Branchenverband auf einer Linie mit den Konjunkturprognosen führender deutscher Wirtschaftsinstitute für das laufende Jahr, die von Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts in einer Spanne von 1,2 bis 1,9 Prozent ausgehen – dies trotz möglicherweise bevorstehender ökonomischer Unsicherheiten aufgrund etwaiger Einschränkungen des Freihandels durch eine veränderte Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten oder durch die bevorstehenden Verhandlungen der Briten über einen EU-Austritt.

Branche erzielt Gesamtbruttoumsatz von 9,59 Milliarden Euro

Mit einem Gesamtbruttoumsatz von 9,59 Milliarden Euro im 1. Halbjahr 2017 weist die Branche im Vorjahresvergleich ein Umsatzwachstum von 1,6 Prozent auf. Flächenbereinigt konnte der Baumarkthandel ein Umsatzplus von 1,4 Prozent erzielen. Dabei waren die Monate Mai (1,98 Milliarden Euro/+0,3 Prozent), April (1,84 Milliarden Euro/-7,1 Prozent) und März (1,81 Milliarden Euro/ +15,4 Prozent) die umsatzstärksten Monate des 1. Halbjahres.

Das umsatzstarke 1. Quartal bleibt hauptverantwortlich für die positive Branchenbilanz zur Jahresmitte. Hier hatten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte bei zwei Verkaufstagen mehr als noch im Jahr 2016 mit einem Gesamtbruttoumsatz von 4,04 Milliarden Euro ein Umsatzwachstum von 5,4 Prozent im Vorjahresvergleich erzielt. Von April bis Juni 2017 musste der Baumarkthandel hingegen eine leicht rückläufige Branchenentwicklung verzeichnen:

Im 2. Quartal erwirtschafteten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte eine Gesamtbruttoumsatz von 5,55 Milliarden Euro und blieben damit leicht um 1,1 Prozent hinter dem Ergebnis der Vorjahresvergleichszeitraums zurück. Ausschlaggebend für das Quartalsergebnis war insbesondere die Umsatzentwicklung im Monat April, die wetterbedingt mit einem Umsatzrückgang von 7,1 Prozent in Vorjahresvergleich deutlich hinter den Branchenerwartungen zurückblieb. Zwar setzte sich im vierten Monat des Jahres zu Beginn noch die frühsommerlich warme und trockene Witterung aus dem März fort. Im weiteren Monatsverlauf brachten aber Tiefdruckgebiete feuchtere und zunehmend kältere Luft, Spätfrost und sogar Schneefälle bis ins Flachland. Zudem wies das 2. Quartal insgesamt drei Verkaufstage weniger auf als das Vergleichsquartal 2016.

Beim Blick auf die Sortimentsentwicklungen im 1. Halbjahr verzeichneten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte mit Bauchemie/Baumaterial (914,2 Mio. Euro), Sanitär-/Heizungswaren (842,5 Mio. Euro), Gartenausstattungen (776,4 Mio. Euro), Lebend Grün (641,5 Mio. Euro) und Anstrichmitteln / Malerzubehör (628,1 Mio. Euro) die höchsten absoluten Umsätze. Auch die Gartensortimente waren entscheidend für das gute Ergebnis zur Jahreshälfte: Mit einem Gesamtbruttoumsatz von 2,65 Milliarden Euro (Lebend Grün (641,5 Mio. Euro), Gartengeräte/Be- und Entwässerung (603,0 Mio. Euro), Gartenausstattung (776,4 Mio. Euro), Gartenmöbel (222,2 Mio. Euro) und Gartenchemie/Erden/Saatgut (406,7 Mio. Euro)) macht der Gartenmarkt im 1. Halbjahr rund 28 Prozent des Gesamtumsatzes der Bau- und Heimwerkermärkte aus.

Betrachtet man die Sortimentsentwicklung im Vorjahresvergleich, zeigen sich die Bereiche Freizeit/Saisonware (+8,5 Prozent) und das Gartensortiment in nahezu allen Warengruppen als Wachstumstreiber. So legten die Warengruppen Gartenausstattung (+6,4 Prozent), Lebend Grün (+6,1 Prozent), Gartenchemie/Erden/Saatgut (+3,9 Prozent) und Gartengeräte/Be- und Entwässerung (+3,3 Prozent) zum Teil deutlich zu. Auch die Warengruppe Bauchemie/Baumaterial konnte um 3,7 Prozent wachsen. Umsatzrückgänge zeigen sich bei  insbesondere in den Warengruppen Wohnen/Dekoration (-7,1 Pro-zent), Gartenmöbel (- 6,6 Prozent) und Haushaltswaren (- 5,8 Prozent).

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